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15.05., Freitag: Barkala Farmstay - Fliegende Felsbrocken

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Nachdem wir es gestern vermasselt haben, wollen wir heute endlich auch Kai von unserer Abreise berichten. Doch kurz bevor wir alle am Tisch sitzen, kommt Leo herein. Leo ist gestern Abend angekommen und wird heute, neben Johannes, beim Klettern die Sicherung übernehmen. Da Kai und Leo sich bereits lange kennen, gibt es da natürlich sofort viel zu erzählen. Da wollen wir mit unserer Nachricht nicht dazwischen grätschen. Sarah möchte heute mit Regina noch die geplanten Produkte online zu stellen. Sarah hat alles soweit vorbereitet: Fotos, Abmessungen und Gewicht der Produkte, verschiedene Variationen. Aber bei den Beschreibungen war sie dann doch überfragt. Regina ist aber auch nicht wirklich verfügbar. Letztlich kopiert sie sich aus vorhandenen Produkten einige Formulierungen zusammen. Das muss dann erstmal ausreichen. Sie ist auf jeden Fall zufrieden mit ihren neuen Kategorie: "One of a kind". Das sind einzigartige Produkte, die so nicht nochmal hergestellt werden und tei...

14.05., Donnerstag: Barkala Farmstay - Letzte Male

Trotz der guten Nachricht am Vorabend, scheinen die Nerven bei uns beiden blank zu liegen. Beim Frühstück kommt es zu einem Streit, ausgelöst durch Käse. Wir möchten an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen und wir haben uns im Laufe des Tages wieder zusammengerauft. Doch es scheint uns trotzdem ein schönes Beispiel für unseren derzeitigen Gemütszustand. Wer weiß was noch passiert wäre, würden wir noch länger bleiben. Am Frühstückstisch ist der Streit noch frisch und wir schweigen uns dementsprechend an. Kai ist natürlich auch da. Ursprünglich wollten wir ihm als erstes von unserer Abreise berichten. Doch auch ihn schweigen wir an.   Bevor wir mit der Arbeit beginnen, weihen wir zumindest Maria in unsere Pläne ein. Sie reagiert sehr verständnisvoll und scheint fast froh darüber. “Ist ja auch mal wieder ganz schön mit weniger Leuten”, sagt sie. Wir nehmen das aber nicht persönlich. Spätestens seit der Ankunft der Franzosen und Argentinier waren es auch für unseren Geschmack ...

13.05., Mittwoch: Barkala Farmstay - Shit goes always downhill

Heute erreicht Cecil seinen emotionalen Tiefpunkt. Er kann nicht genau sagen, woran es liegt, aber er hofft inständig heute von Stew zu hören und die Farm bald zu verlassen. Sarah dippt am Vormittag gemeinsam mit Telline Töpferware. Cecil wird von Cole vom Volleyballfeld geholt. Das Rohr ist da und muss angepasst werden. Sie sägen Verbindungsstücke für den Wandanschluss zu. Anschließend werden die Teile mit einem Zwei-Komponenten-Kleber mehr oder weniger kaltverschweißt. Die chemische Reaktion ist so stark, dass die Rohrstücke miteinander verschmelzen. Das hält bombenfest. Es folgt der weniger spaßige Teil. Für den Auffangbehälter müssen sie ein 60 Zentimeter tiefes Loch graben. Um in diesem Boden überhaupt voranzukommen, muss Cole mit einer schweren Eisenstange die Erde auflockern und Cecil hebt diese anschließend aus. Sie sind noch vor dem Mittagessen fertig, doch es kommt beiden vor wie eine Ewigkeit. Ab jetzt, sagt Cole, kann sich Cecil als “Bush-Plumber” (deutsch: Busch-Klempner)...

12.05., Dienstag: Barkala Farmstay - Innovatives Wasser-Recycling

Wie so oft in letzter Zeit, stehen wir noch früher auf und machen uns unbemerkt eine Portion Rührei. Unser geplanter Umzug hat uns noch mutiger werden lassen. Einen Rauswurf müssen wir zumindest nicht mehr fürchten. Kai kommt wie gewohnt gegen kurz nach 7 Uhr. Für ihn ist widerum sichtlich ungewohnt, dass er nicht der Erste ist. Zunächst versucht er die Kaffeemaschine einzuschalten, was Cecil bereits erledigt hat. Anschließend holt er Brotmesser und Käsehobel aus der Küche, um am Tresen im Café festzustellen, dass auch das schon erledigt wurde. Bevor er auch noch im Kühlschrank nach den bereits herausgeholten Boxen mit Belag schaut, greift Cecil ein. Sichtlich überfordert mit der Situation, dass er seiner Morgenroutine beraubt wurde, bittet Cecil ihn den Toaster im Ofen anzumachen. Das scheint ein annehmbarer Kompromiss zu sein.   Sarah muss heute das Farmhouse sauber machen. Es haben sich Gäste angekündigt. Zum ersten Mal nach etwa 2 ½ Monaten. Da ist eine intensive Grundreinig...

11.05., Montag: Barkala Farmstay - Männer im Wald

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Am Morgen begibt sich Cecil wieder in die Werkstatt und fertigt weitere Schilder. Nach etwa 30 Stück, macht das langsam keinen Spaß mehr. Nach einer recht unschönen Schnittverletzung an der Hand bereitet selbst der am Anfang so spannende Umgang mit der Flex eher Sorgen als Freude. An dieser Stelle trotzdem eine kurze Fotoanleitung mit den einzelnen Schritten zur Herstellung eines Schildes:        Dankbarerweise wird er nach etwa einer Stunde von Cole erlöst. Er braucht Hilfe beim Feuerholz beschaffen. Holzhacken ist zwar eine erfahrungsgemäß deutlich anstrengendere Aufgabe, als Schilder zu fertigen, doch Cecil ist ganz heiß darauf. Er sieht das mittlerweile als sportliche Herausforderung. Bevor es losgeht, soll Cecil aber erstmal das noch vorhandene Holz zum Ofen in der Töpferei bringen. Für diesen Ofen sind die größten Stämme vorgesehen, da er einen vergleichsweise riesigen Raum befeuern soll. Auf einer Art Sackkarre stapelt Cecil Stücke die gute 3-4 ...

10.05., Sonntag: Barkala Farmstay - Zeit für Veränderung

Der Arbeitstag verläuft unspektakulär. Am Nachmittag sind wir wieder als einzige pünktlich für das Meeting und warten darauf, dass es endlich losgeht. Heute möchte Stan die Arbeitszeiten ansprechen. Es könnte daher interessant werden und über das übliche Brainstorming für den Essensplan der kommenden Woche hinausgehen. Nachdem wir bereits 10 Minuten gewartet haben, wird das Meeting verschoben und soll nun während des Abendessens stattfinden. Brenda wollte lieber das Tageslicht nutzen und hat daher Regina um die Verschiebung gebeten. So einfach geht das manchmal für manche. Zum Dinner müssen wir alle gezwungenermaßen an einem Tisch sitzen. Spannender als sonst wird es aber nicht. Stan hatte schon vor dem Meeting ein langes Gespräch mit Regina und Johannes über sein Anliegen. Immerhin bekommen wir am kommenden Freitag nachmittags frei. Wer möchte kann dann mitgehen zum Klettern. Abgesehen davon wird sich nichts ändern. Stan erzählt uns später Regina hätte gesagt, ihr sei es lieber, wenn...

09.05., Samstag: Barkala Farmstay - Unser persönlicher Triathlon

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Wieder gibt es Rührei zum Frühstück. Ein guter Start in den Tag. Mal abgesehen davon, dass heute unser freier Tag ist und man daher zwangsläufig mit einem kleinen Lächeln im Gesicht aufwacht. Doch dann wird es wieder ungewöhnlich früh sehr voll im Café. Wir sind gerade dabei unsere Brote zum Überbacken fertig zu machen, da schneien Brenda, Franco, Leeloo und Stan herein. Als wir unsere Brote in den Toaster legen wollen, ist der bereits voll. Alleine Franco hat acht Scheiben Brot hineingelegt. Währenddessen bereitet Brenda vier Pfannkuchen, die letztens beim Dinner übrig geblieben sind, vor. Nachdem Franco die Brote herausgeholt hat, die bereits ziemlich angekohlt sind, können wir endlich unser Brot hineinlegen. Während unser Brot mit Tomate und Käse überbacken wird, verfolgen wir leicht amüsiert die entstandene Diskussion über das plötzliche Überangebot bei den Argentiniern. Natürlich streiten sie auf Spanisch, aber wir können uns den ungefähren Wortlaut denken. Am Ende landen drei ve...

08.05., Freitag: Barkala Farmstay - Der Überraschungsgast

Zum Frühstück ist Kai wieder da. Tatsächlich musste er zwei Tage in Quarantäne verbringen und hat derweil an seinem Haus gearbeitet. Nachdem er das Krankenhaus betreten hat und Anzeichen von einem Schnupfen hatte, wurde er direkt auf Corona getestet. Bis zur Vorlage des Ergebnisses, musste er isoliert bleiben. Es stellte sich heraus, dass er weder eine Bindehautentzündung, noch Corona hat. Es war, wie von ihm vermutet, ein winziger Splitter im Auge, der zum Glück ohne Folgeschäden entfernt werden konnte. Er hat in der Zeit wie üblich im Bus gewohnt und nicht einmal kam jemand vorbei. Nur gestern Abend hat Stan ihm etwas vom Abendessen gebracht. Wir beteuern, nicht gewusst zu haben, dass er überhaupt hier ist. Wir dachten er hätte im Krankenhaus bleiben müssen. Er winkt mit einer verzeihenden Geste ab, doch wir fühlen uns schon ein bisschen schlecht. Das nur Stan ihn besucht hat, stimmt nicht ganz. Maria war gestern auch bei ihm. Doch wieder nicht, wie bei der durch einen Schlangenbiss...

07.05., Donnerstag: Barkala Farmstay - Ein süßer Abschluss

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Cecils Wecker klingelt heute 10 Minuten früher als üblich. Wir treiben unsere Stille Revolution voran und wollen heute ein paar Eier mopsen. Endlich mal wieder Rührei. Dafür nehmen wir das Risiko einer Standpauke über Eigentum und Lebensmittel-Allokation doch gerne in Kauf. Sarah ist wie immer so oder so schon früher auf und frönt ihrer Yoga-Routine. Dafür steht sie tatsächlich seit Wochen schon 5:45 Uhr auf. Cecil wird noch vor dem Wecker unsanft aus dem Schlaf gerissen und Sarah beim Meditieren gestört. Die Franzosen lassen ihrer Libido nebenan mal wieder freien Lauf und die Wände sind immer noch dünn. Viel schlimmer, als das ewige Wummern des Bettes an der Wand, ist allerdings ihr andauerndes Gequatsche. Sei es jetzt nach dem Sex oder auch sonst. Man könnte meinen, dass sie sich immer nur für einen sehr kurzen Zeitraum in derselben Dimension befinden und sich daher täglich, ach was stündlich, ihre ganze Lebensgeschichte zu erzählen haben. Unsere Laune hebt sich erst nachdem wir ung...

06.05., Mittwoch: Barkala Farmstay - Innere Revolution

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Das Frühstück heute ist sogar noch anstrengender als es gestern bereits war. Wir betreten das Café und Belen ist bereits da. Laptop aufgeklappt und vertieft in einem lauten, aber unverständlichen Video-Anruf. Kai erzählt uns, dass er sich gestern bei der Arbeit vermutlich einen Splitter im Auge eingefangen hat. Daher geht es für ihn nach dem Frühstück nach Coonabarabran ins Krankenhaus. Er befürchtet zwar deswegen wieder Stress mit Maria zu kriegen, aber wir ermutigen ihn. Mit Sachen am Auge ist nicht zu spaßen. Er erzählt uns, dass in Australien bei Arbeitsunfällen der Arbeitgeber für einen Teil der Behandlungskosten aufkommen muss. Es folgen einige, teils unglaubliche, Geschichten über Arbeitsunfälle auf der Farm, die er selbst miterlebt hat. Am ehesten im Gedächtnis bleibt uns die Geschichte einer jungen Wwooferin, die beim Arbeiten auf der Farm von einer Schlange gebissen wurde. Als die Notärzte sie auf einer Trage zum Rettungswagen bringen, kommt Maria angerannt. Doch statt ihr ...

05.05., Dienstag: Barkala Farmstay - Eine ungeahnte Möglichkeit

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Wir sind wie gewohnt gegen 07:15 Uhr im Café und frühstücken. Noch vor wenigen Tagen war ein Grund für dieses sehr zeitige Frühstück, dass wir bereits um 8 Uhr unseren Arbeitstag begonnen haben. Da wir nun dazu angehalten sind, die vorgegeben Arbeitszeiten einzuhalten, beginnen wir erst um 9 mit der Arbeit. Trotzdem quälen wir uns jeden Tag eine Stunde eher als alle anderen aus dem Bett, um beim Frühstück unsere Ruhe zu haben. Zu unserem Unbehagen wird es gegen halb 8 ungemütlich voll im Café. Wir haben nicht bedacht, dass heute eine kleine Gruppe in die Stadt fährt und am Pub arbeitet. Dazu gehören Regina und Johannes. Natürlich haben sie auch ihre Kinder im Schlepptau. Für einen gewissen Lärmpegel haben sie also schon mal gesorgt. Obendrauf bildet sich eine Schlange am Kaffeeautomaten und, dieser Schlange geschuldet, kommt man nur noch schwer bis gar nicht an den Toaster über dem Ofen. Wir verdrücken unsere Brote daher in Rekordzeit und nehmen Tee und Kaffee gleich mit zurück ins St...

04.05., Montag: Barkala Farmstay - The Marvelous Mrs. Maisel

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Nach einer gefühlten Ewigkeit, setzt Cecil den fehlenden Stein in der Mauer über dem Fenster. Anschließend wird die zweite Schicht Bond-Crete auf die kleinen Fenster aufgetragen. Dann müssen die Flaschen des neuen großen Fensters gesäubert werden. Als wäre das nicht schon anstrengend genug, rückt die azur-blaue Flasche, die im Mittelpunkt des Fensters positioniert ist, wieder in den Fokus. Die blaue Farbe entpuppt sich als Folie. Leider nachdem sie eingesetzt wurde. Nun blättert die Folie an der Innenseite bereits ab. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie auch außen anfängt zu bröseln. Cecil entscheidet dem zuvorzukommen und kratzt alles ab. Teils mit den Fingernägeln und auch sonst geht es krampfhaft auf die Hände. Inklusive der blauen Flasche ist er etwas 3 Stunden damit beschäftigt. Sarah verbringt den Vormittag wieder damit den Online-Shop auf Vordermann zu bringen. Neue Fotos müssen auch gemacht werden und immerhin das macht Spaß. Da kann sie draußen in der Sonne sein und mu...

03.05., Sonntag: Barkala Farmstay - Track Maintenance

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Heute wird ein guter Tag. Denn unsere heutige Aufgabe ist “Track Maintenance”. Das heißt im Grunde Wandern, aber man hat einen Rechen dabei und hält nebenbei noch den Weg in Schuss. Natürlich ist es viel mehr als das. Man muss über Stock und Stein. Teils ackert man in brütender Hitze, teils zittert man vor Kälte im schattigen Wald. An natürlich gegeben Stellen gilt es Barrieren anzuhäufen, die das vorbeiströmende Wasser vom Track ableiten. Äste, teils ganze Bäume, werden als Wegbegrenzung aus dem Wald gezerrt und genauestens ausgerichtet. Zu genau dieser Aufgabe holt uns jetzt Kerry ab. Er bringt uns zum Ausgangspunkt des Cliff-Walks. Wir arbeiten uns vor bis zum Vine Canyon und schaffen es anschließend sogar bis zur Skylight-Cave. Die Höhle verfügt über ein kleines Loch im Eingangsbereich, welches dem Tageslicht gestattet bis ins Innere vorzudringen. Ein kleines, aber sehr feines, Naturschauspiel. Zwischendurch konnten wir eine nette Aussicht genießen  Tro...

02.05., Samstag: Barkala Farmstay - Pinke Nacktschnecken?!

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Es ist Samstag und damit unser freier Tag. Cecil, inspiriert von dieser Tatsache, hat am Abend davor etwas zu lange gemacht. Genauer gesagt bis 2 Uhr morgens. Um dem allgemeinen Trubel aus dem Weg zu gehen, stehen wir trotzdem gegen 7 Uhr auf. Sarah sogar noch früher, um ihrer Yoga-Routine gerecht zu werden. Die Welt draußen zeigt sich grau und kalt. Wir machen trotzdem zwei Waschmaschinen und hängen alles draußen auf. Es folgen Aktivitäten, die einem freien Tag bei grau-kaltem Wetter gerecht werden. Als würden wir wirklich nach größerem streben, steht zunächst das Tischtennis-Training an. Es gibt Tage, an denen wir merken, dass wir besser werden. Heute ist keiner davon. Lange spielen wir daher nicht. Anschließend wird gestrickt, gerätselt und auch einfach mal amtlich gegammelt. Um die Mittagszeit herum soll es regnen. Trotzdem sind wir zu faul, die Wäsche noch vor dem Mittag abzuhängen. Wir machen es stattdessen kurz danach. Bei Nieselregen und heftigen Windböen. Jedes Kleidungs...

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