09.05., Samstag: Barkala Farmstay - Unser persönlicher Triathlon

Wieder gibt es Rührei zum Frühstück. Ein guter Start in den Tag. Mal abgesehen davon, dass heute unser freier Tag ist und man daher zwangsläufig mit einem kleinen Lächeln im Gesicht aufwacht. Doch dann wird es wieder ungewöhnlich früh sehr voll im Café. Wir sind gerade dabei unsere Brote zum Überbacken fertig zu machen, da schneien Brenda, Franco, Leeloo und Stan herein. Als wir unsere Brote in den Toaster legen wollen, ist der bereits voll. Alleine Franco hat acht Scheiben Brot hineingelegt. Währenddessen bereitet Brenda vier Pfannkuchen, die letztens beim Dinner übrig geblieben sind, vor. Nachdem Franco die Brote herausgeholt hat, die bereits ziemlich angekohlt sind, können wir endlich unser Brot hineinlegen. Während unser Brot mit Tomate und Käse überbacken wird, verfolgen wir leicht amüsiert die entstandene Diskussion über das plötzliche Überangebot bei den Argentiniern. Natürlich streiten sie auf Spanisch, aber wir können uns den ungefähren Wortlaut denken. Am Ende landen drei verbrannte Scheiben Brot zurück auf dem Tresen und Cecil stellt fest, dass Franco den Toaster, nachdem sein Brot verbrannt war, abgedreht hat. Überbacken ist da also noch gar nichts. Cecil beschwert sich auch durchaus lautstark und auf Englisch über diesen Missstand, aber keiner scheint sich angesprochen zu fühlen. Herzlichen Dank! Was für eine “community” wir doch sind.

Nachdem wir ein bisschen durch die aktuellen Nachrichten stöbern, die nichts neues bereithalten, und Sarah ein wenig strickt, widmen wir uns den wirklich wichtigen Sachen. Es ist Zeit für unser Tischtennis-Training und wir trainieren etwa 2 Stunden bis kurz vor 11 Uhr. Anschließend arbeiten wir an unserer allgemeinen Fitness. Sarah absolviert ein Höllen-Workout und Cecil trainiert in Coles Gym. Zum ersten Mal völlig ungestört.

Nach dem Lunch, okkupieren die Kinder mal wieder das halbe Studio und schauen Fernsehen. Ob sie wohl genauso von uns genervt sind, wie wir von ihnen? Immerhin spielen wir meist Tischtennis, wenn sie vor dem Fernseher hängen. Also uns würde das ewige Klackern des Balles irgendwann nerven. Die Kinder zeigen allerdings nie auch nur den Hauch einer Reaktion. Also sind wir doch wieder genervter von ihnen ;) Nach einer weiteren vielversprechenden Trainings-Session, klemmen wir den Laptop unter den Arm und setzen uns auf die Terrasse vor dem Café. Heute wird so richtig gepostet. So der Plan. In der Tat spielt das Wlan mit und wir schaffen ein gutes Stück Arbeit. 
Als Cecil zwischendurch im Studio auf Toilette gehen will, erwischt er die Kids dabei, wie sie die Tischtennisbälle immer wieder mit voller Wucht auf den Boden schlagen. Hat unsere psychologische Kriegsführung also doch Spuren hinterlassen. Für einen kurzen Moment beobachtet Cecil daher die Szenerie voller Genugtuung. Dann greift er jedoch beherzt ein. Schließlich brauchen wir die Bälle noch und haben eine ganze Weile testen müssen, bis wir einen Ball ohne Riss gefunden haben. Am Ende kann er einen Ball retten. Den Rest überlässt er den Plagegeistern.

Für den Nachmittag ist Volleyball geplant. Cecil informiert Charlotte und Stan darüber und versucht Brenda und Franco zu überreden. Die beiden sind aber voll und ganz mit Kochen für das Abendessen beschäftigt. Franco hat schon viel davon gesprochen, bereits etliche Arbeitsstunden mit der Vorbereitung verbracht und mehrmals versprochen, dass wir es lieben werden. 
Wir spielen dann in unterschiedlichsten Konstellationen und es macht großen Spaß. Gegen Ende, kann sich Franco doch noch vom Herd losreißen. Wir spielen bereits 3vs3, aber Franco behauptet Anfänger zu sein. Wir nehmen ihn in unser Team auf und entgegen seiner Aussage, spielt er ziemlich gut. Auch deswegen gewinnen wir wohl am Ende. Wenn auch nur knapp.

Nur etwa eine Stunde nachdem uns Franco unerwartet zum Sieg verholfen hat, fällt er schon wieder in Ungnade. Das so groß angepriesene Dinner besteht aus einem Linseneintopf mit Fleischeinlage. Schon wieder Linsen… Schon wieder eine Art Eintopf oder Suppe… Wenigstens das Fleisch gibt Hoffnung, daraus noch etwas Anständiges zu machen. Doch es ist so knorpelig und zäh, dass man spontan zum Vegetarier werden möchte. Sarah schiebt daher ihr Fleisch sofort zu Cecil rüber. Aber selbst Cecil lässt am Ende mehr als die Hälfte davon übrig. Stan scheint das alles nicht zu stören und er nimmt die Reste von Cecil gerne. 
Nach einem Aufruf bei Facebook anlässlich des Muttertags haben sich für morgen einige Gäste angekündigt. Muttertag wird hier in Australien scheinbar groß gefeiert. Dafür und für unser wöchentliches Meeting wurde Kuchen gebacken, der zugegeben sehr gut aussieht. Die Franzosen schmieden einen Plan, wie sie ganz unauffällig ein Stück mopsen könnten. Das bekommt Regina mit und bevor es dem Kuchen an den Kragen geht, bietet sie uns allen eine Kugel Eis an. Sogar frisch gemachtes und nicht wieder altes Eis, das gegessen werden muss, bevor es dem Gefrierbrand zum Opfer fällt. Es gibt “Salted Caramel” und “Chocolate”. Beides schmeckt sehr gut.

Sarah zieht sich anschließend ins Studio zurück. Cecil verquatscht sich mit Regina und Stan und der Abend wird länger als geplant.

Diese kleinen Kerle trifft man immer wieder hier in der Gegend an.

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