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11.07., Samstag: Cressbrook Dam - Sarahs 30. Geburtstag

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  Der Morgen von Sarahs 30.Geburtstag begrüßt uns neblig. Die Partygäste, es handelt sich natürlich um Kängurus, lassen enttäuschenderweise auf sich warten. Doch zwischen unserem Stellplatz und den Toiletten entdeckt Sarah dann endlich drei Mütter mit ihren Joeys. Sie sind uns gegenüber zwar durchaus vorsichtig, doch ganz behutsam können wir uns auf nicht mal vier Meter annähern.    Nach diesem morgendlichen Hoch müssen wir feststellen, dass wir mal wieder so genial hinter Bäumen geparkt haben, dass es absolut keine Chance auf Solarenergie gibt. Im Zusammenspiel mit den zwei Parteien, die uns viel zu nah gekommen sind, bewegt uns das dazu die Flucht zu ergreifen. Doch wir verlassen den Platz nicht, für den wir bereits bezahlt haben. Wir fahren lediglich einige Meter weiter auf ein freies Feld, abseits der nummerierten Campingplätze. Dazu lösen wir kurzerhand die Verankerung des Zeltes. Anschließend nimmt Cecil die Leiter in die Hand und Sarah setzt zurück. Bei zwei dicht...

10.07., Freitag: Cressbrook Dam - Mauerfall

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06:20 Uhr stehen wir unten. Noch schnell die Kiwis essen (wir haben immer noch etwas Angst vor den Einfuhrbestimmungen), dann geht es los. Während der Fahrt sind wir ziemlich nervös und machen uns Gedanken, welche Fragen wir bei der Grenzkontrolle beantworten müssen. Irgendwann sagt Cecil: “Na, hauptsache wir verstehen den Polizisten überhaupt”. Falls wir das noch nicht erwähnt haben, das australische Englisch ist teilweise ziemlich gewöhnungsbedürftig.  Um halb 8 sind wir kurz vor Goondiwindi. Kurz vor einer Brücke parken ein paar Fahrzeuge, doch wir fahren weiter. Wir wollen uns das Ganze erst einmal ansehen. Blöd nur, dass wir uns kurz nach der Brücke bereits in Queensland befinden und nur Sekunden darauf in einer Grenzkontrolle.  Wir sind von diesem Ablauf deutlich überrascht. Dementsprechend ist unsere Antwort auf die Frage des Polizisten, wo wir hinwollen, zunächst eher ein wirres Gestammel. Beim zweiten Anlauf erzählen wir von unserem Plan einen Campingplatz nahe Toowoo...

09.07.; Donnerstag: North Star Road Rest Area - Der Countdown läuft

Der Tag begrüßt uns mit Nebel und stark bewölkt. Nichts Neues hier in Lilydale. Immerhin regnet es nicht mehr. Nach dem Frühstück beginnen wir direkt mit der Montage des Solar-Panels. Natürlich setzt jetzt doch wieder Regen ein. Schnell packen wir alles Material wieder zusammen und machen zunächst den Abwasch.  Dann geht es aber wirklich los. Doch sehr schnell stoßen wir auf die ersten Probleme. Um nur ein Beispiel zu nennen: der Winkel, mit dem wir das Panel am Dachzelt befestigen wollen, ist zu schmal und rutscht durch. Knapp eine Stunde müssen wir erneut in Denkarbeit investieren. Irgendwie muss dieses Panel aber wirklich aufs Dach. Am Ende steht fest, dass wir noch weiteres Material benötigen. Der zu schmale Winkel muss mit Unterlegscheiben verbreitert werden. Zudem benötigen wir ein zweites Vierkant-Alu-Profil. Das kleben wir dann in das Panel und selbiges kleben wir an ein längeres Profil, welches wir dann mit Loch-Schienen, die ebenfalls geklebt werden, mit Schrauben am Auto...

08.07., Mittwoch: Lilydale Camping Area - Shopping-Wahn Vol. 3

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Nach einem schnellen Frühstück halten wir uns weiter ran und sind bereits gegen 9 Uhr auf dem Weg nach Coffs Harbour. Auf dem Schrottplatz in Grafton schauen wir nach einer passenden Crossbar. Der junge Mitarbeiter vom letzten Mal erinnert sich sogar an Cecil. Sofort geht es daher wieder in die kleine Schrottplatz-Karre, mit der sie bereits das letzte Mal unterwegs waren. Zunächst schauen sie bei dem Jackaroo, dem sie das Ventil entnommen haben. Doch Crossbars sind auf diesem leider nicht zu finden. Es geht noch weiter über den Platz. Allerdings sind Autos mit Crossbars eher eine Seltenheit und wenn welche montiert sind, kann Cecil bereits auf den ersten Blick erkennen, dass das bei unserem Koby nicht passen wird. Nach etwas 15 Minuten geben sie es auf. Dann basteln wir uns unsere Crossbar eben doch selber. Bei Bunnings in Coffs Harbour brauchen wir gute zwei Stunden, um alle Materialien zusammen zu suchen. Wir haben alles genau gemessen und unser Plan war wasserdicht. Nur gibt es in d...

07.07., Dienstag: Lilydale Camping Area - Von “Kühlschrank” und “Kühlbox”

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Heute machen wir uns einen ganz entspannten Tag. Morgen wollen wir nach Grafton fahren und das Solarpanel auf dem Dach installieren. Trotz unserer guten Vorarbeit wird das bestimmt stressig. Daher wird heute ordentlich Energie getankt und nicht zu viel gemacht ;) Nach dem Frühstück gehen wir erneut unsere gestern ausgetüftelte Konstruktion durch. Mit dem richtigen Material sollte das schon klappen. Cecil findet sogar ein Loch im Boden des Kofferraums, durch welches wir das Kabel in den Kofferraumführen können. Besagtes Loch ist übrigens nicht durch Rost oder einen sonstigen Schaden entstanden. An dieser Stelle war ursprünglich einer der zwei Sitze befestigt, die wir bereits in Sydney zurückgelassen haben. Nachdem Cecil im Anschluss mal wieder etwas Feuerholz für den kommenden Abend gesammelt und zurechtgesägt hat. Imprägnieren wir unsere Regenjacken. Die haben eine neue Schicht nötig, nachdem sie dringend gewaschen werden mussten. Zum Joggen gehen können wir uns nicht aufraffen. Sarah ...

06.07., Montag: Lilydale Camping Area - Another Day In Paradise

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Der Morgen begrüßt uns unangenehm frostig. Auf dem Dach von Koby hat sich sogar Eisschicht gebildet. Nach dem Frühstück überlegen wir, wie wir das Solarpanel auf ebendieses kriegen. Nach einiger Zeit und ausreichend Gehinrschmalz haben wir einen Weg ausgetüftelt, mit dem eine Befestigung ohne zusätzliche Bohrungen im Rand des Panels möglich scheint. Zum Heck wollen wir eine Verbindung zu den Schienen des Dachzeltes schaffen. Vorne befestigen wir es dann entweder an einer selbstgebauten Querstrebe oder an einer dritten Crossbar (zwei haben wir bereits auf dem Dach und darauf das Zelt). Nach einer solchen Crossbar wollen wir auf dem Schrottplatz unseres Vertrauens suchen. Das ist der Platz, nahe Grafton, auf dem wir vor wenigen Tagen bereits das EGR-Ventil gefunden haben. Der ganze Prozess, inklusive etlicher Messungen auf und abseits des Daches, beschäftigt uns bis weit in die Mittagsstunden. Um neue Energie zu tanken, wollen wir uns ein Sandwich machen. Doch die Fleischwurst hat ihren ...

05.07., Sonntag: Lilydale Camping Area - Business as usual

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Am Morgen erwartet uns erneut bittere Kälte. Wir hatten gehofft, diese Zeiten liegen hinter uns. Trotzdem lassen wir es uns nicht nehmen, einen zweiten Topf mit Wasser aufzukochen und bei Tee und Kaffee ein wenig zu lesen. Während wir den Abwasch erledigen und unsere Decken mal wieder ausschütteln, beginnt um uns herum der Abreise-Tag. Sobal ein Camper abgefahren ist, lässt Cecil alles stehen und liegen und macht sich auf den Weg zum soeben verlassenen Zeltplatz. Oft wird wertvolles Feuerholz zurückgelassen. Heute bleibt die Ausbeute allerdings sehr mager. Generell scheint eine Knappheit an brennbarem Material zu herrschen, denn auch andere Camper sind in der Umgebung aktiv auf der Suche. Teilweise sehr weit weg von “zu Hause”.  An Orten, an denen Holz ein sehr begehrtes Material ist, hilft Erfahrung. Aus vorherigen Streifzügen weiß Cecil, dass trockene Äste oft in noch lebenden Baumkronen zu finden sind. Tatsächlich findet er heute nur etwa 15 Meter von Koby entfernt einen ganzen ...

04.07., Samstag: Lilydale Camping Area - Shopping-Wahn Vol. 2

Wir verlassen unsere Basis der vergangenen Tage und machen uns auf den Weg nach Grafton. Es gilt das Solarpanel fürs Dach zu kaufen und im besten Fall direkt vor Ort bereits anzubauen. Ein frommer Wunsch, wie wir schon bald feststellen müssen. Doch noch ist die Welt in Ordnung. Als erstes halten wir bei BCF (Booting, Camping, Fishing), einem der größten Outdoor-Austatter in Australien. Das Panel mit einer Leistung von 110 Watt gleicht in Größe und Preis dem Angebot von Supercheap Auto. Zumindest für nicht Mitglieder. Registriert man sich kostenlos bei BCF, kostet das Panel statt 187 $ nur noch 120 $ und ist damit unschlagbar günstig. Noch im Laden registrieren wir uns. Nur zur Sicherheit gehen wir noch kurz gegenüber zu Supercheap Auto. Das Panel kostet hier 189 $ und bietet auch sonst keine Vorteile im Vergleich zur Konkurrenz. Zurück bei BCF lassen wir uns von einem sehr netten Mitarbeiter beraten. Zusätzlich zum Solarpanel benötigen wir noch einen entsprechenden Controller, erklärt ...

03.07., Freitag: New Italy Rest Area - Wellenreiten

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Frühstück und Abwasch geht heute sehr fix. Selbst das Zelt haben wir in Windeseile eingepackt. Bereits um 9 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Strand. Wir haben noch nicht genug von Meer und Wellen. Nachdem wir einen anderen Strandabschnitt besichtigt haben und sich dieser als Hundestrand entpuppt hat, landen wir wieder am Main-Beach an der in Ungnade gefallenen Strandbar. Heute Nachmittag, ab 15 Uhr, findet hier auf dem Parkplatz ein “Farmers Market” statt, den wir zum Abschluss des Tages besuchen wollen.  Am Strand angelagt, hält es Cecil nicht lange auf dem Handtuch. Die Wellen sehen zu verlockend aus. Schnell wird das Boogy-Bord, deren Schichten am vorderen Teil auseinander gegangen sind, mit etwas Klebeband fit gemacht. Und was soll man sagen: So viel Spaß wie heute hat es noch nie gemacht. Cecil erwischt im Laufe der “Session” drei richtig gute Wellen. Das Board hat es definitiv verdient noch in ein paar Wellen gesteuert zu werden und ist alles andere als Reif für den Müll. A...

02.07., Donnerstag: New Italy Rest Area - Familien-Zuwachs

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Die Nacht war wie erwartet ruhig und zu unserer Freude (bis auf das Kühlschrank-Problem ;)) nicht sehr kalt. Nach dem Frühstück überlegen wir erneut, wie wir den noch verfügbaren Platz auf dem Autodach nutzen könnten. Ein zusätzliches Solarpanel wäre schon nützlich. Dieses würde die Batterie laden, wenn das mobile Panel nicht zur Verfügung steht. Zum Beispiel während wir fahren, wandern oder einfach mal am Strand liegen. Zudem hätten wir so wahrscheinlich genug Energie, um, in Kombination mit einem entsprechenden Spannungswandler, auch mal den Laptop zu laden. Günstig wird das wahrscheinlich nicht, aber wir hätten einige Probleme weniger. Zudem kriegen wir einen Teil der Kosten eventuell beim Verkauf von Koby wieder rein. Aber an diesen Tag wollen wir jetzt noch gar nicht denken. Bevor wir dieses Projekt angehen, gönnen wir uns heute einen weiteren Tag am Strand. Während wir alles abfahrbereit machen, werden wir von unserem Camper-Nachbarn zugetextet. Viele Camper scheinen einen erhöht...

01.07., Mittwoch: New Italy Rest Area - Endlich am Meer

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Die Nacht verbrachten wir recht unruhig, obwohl nicht viel Verkehr herrschte. Dazu werden wir kühl und ohne Sonne vom anbrechenden Tag begrüßt. Frühstück, Abwasch und Zelt einpacken läuft routiniert ab und so sind wir bereits um 9 Uhr auf dem Highway zurück in Richtung Casino.  Dort angekommen, geht es direkt zu McDonalds. Aber nicht für einen Burger, sondern lediglich für das kostenlose WLAN ;) Hauptaugenmerk liegt natürlich nochmal auf der Grenzöffnung zu Queensland und ein paar Foto- und Videoreiche-Posts wollen veröffentlicht werden. Im Anschluss touren wir, für unseren Geschmack etwas zu lange, durch die Stadt. Wir kaufen Lebensmittel ein, bringen Pfand und Müll weg. Das ist nur die Kurzfassung. Wir sind bestimmt 3 Stunden im dichten Getümmel unterwegs. Danach hegen wir beide ein unbändiges Verlangen danach das Meer zu sehen. In unmittelbarer Nähe zur Küstenlinie zeigt uns Camper-Mate drei Stellplätze an. Zwei davon sind laut den aktuellsten Kommentaren derzeit geschlossen. Wi...

30.06., Dienstag: Breamer Park - Höhen und Tiefen

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Wir verlassen die Lilydale Camping Area mit gemischten Gefühlen. Solch einen guten Platz verlässt man nur ungerne. Flusswasser so klar, dass wir es bedenkenlos trinken könnten, ausreichend Platz und Sonne satt. Hier auch endlich mal ein paar Fotos vom Fluss. Gerade noch rechtzeitig ;) Doch wir sind nicht zum Campen nach Australien gekommen. Wer Abenteuer erleben will, der muss raus aus der Komfortzone. Wir machen uns auf den Weg zum Richmond Nationalpark, kurz vor der Grenze zu Queensland.  Vor der Abfahrt hat Sarah nur einen groben Wegpunkt im Navi gesetzt. Das führt dazu, dass wir zu früh vom Highway abbiegen. Nur wenige Kilometer weiter, hätten wir das Städtchen Mallanganee erreicht. Von dort aus wären es lediglich 12 km in nördliche Richtung zu der Rest Area gewesen, von der aus die Wanderwege starten. Wir wählen, eher unfreiwillig, den deutlich längeren Weg, der uns zunächst an der westlichen Grenze des Parks gen Norden führt und dann über eine 22 km lange Gravelroad, aber aus...

29.06., Montag: Lilydale Camping Area - Sonne pur

Noch gestern Abend haben wir die Entscheidung gefällt einen weiteren Tag hier zu bleiben. Der Tag verspricht herrlich zu werden. Warum also das ganze Sonnenlicht damit verschwenden im Auto zu sitzen? Nach dem Frühstück macht sich Cecil auf den Weg neues Feuerholz zu suchen. Lediglich 50 Meter von Koby entfernt, findet er einen umgestürtzten Baum. Das ging fast schon zu leicht. Doch natürlich gibt es einen Haken. Es handelt sich um einen “Iron Bark” und der trägt diesen  Namen nicht zu Unrecht. Trotz der noch relativ frischen Temperatur, hat sich Cecil nach wenigen Minuten des Sägens bis auf die Hose entblößt und ist trotzdem noch ordentlich am Schwitzen.  Sarah widmet sich in dieser Zeit dem Abwasch. Da wir uns diesen gestern Abend gespart haben, ist zusammen mit dem Geschirr vom Frühstück ein ordentlicher Berg angefallen. Teils scheint es nicht minder anstrengend zu sein, als einen “Iron Bark” zu zerteilen.  Beides ist aber irgendwann geschafft und wir können uns den sch...

28.06., Sonntag: Lilydale Camping Area - Kühles Bad im Fluss

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Nach dem Frühstück genießen wir die Sonne, die sich bereits gegen den morgendlichen Nebel durchgesetzt hat. Während Sarah sich dem Abwasch widmet, geht Cecil runter zum Fluss und schleift die Messer. Die haben es dringend nötig. Statt eines Messerschleifers wird die raue Fläche an der Unterseite einer Tasse genutzt. Heute Abend werden wir sehen, ob sich die Aktion gelohnt hat. Auf dem Rückweg findet Cecil ein paar Äste, die gut brennbar aussehen. Die kann er natürlich nicht liegen lassen und sägt sie auch gleich noch zu. Sarah flickt indessen den Reißverschluss an unserem Zelt. An einer Ecke ist dieser ausgerissen. Jedes Mal, wenn wir die Plane befestigen, sorgt das für Probleme. Ein kleines Stück Holz dient als eine Art Fingerhut, denn die Schwierigkeit an der Sache ist das dicke Material. Auch hier werden wir erst in der Zukunft sehen, ob die Aktion geglückt ist. Sarahs Näharbeit macht auf jeden Fall einen stabilen Eindruck. Gegen Mittag können wir unseren inneren Schweinehund bezwin...

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