Posts

20.05., Mittwoch: Hallsville - Fahrradtour nach Tamworth

Der Wecker klingelt, doch wir bleiben noch eine Weile liegen. Wir genießen es in unserem Dachzelt zu sein und es fühlt sich richtig an. Gegen 8 Uhr bereiten wir unser 5-Gänge-Frühstücks-Menü zu. Das ist zwar so gut, wie es klingt, bekam den Titel aber größtenteils wegen der mehreren Kochvorgänge, die dafür nötig sind. Unser Gaskocher besitzt nun einmal nur eine Kochfläche. Zuerst wird Wasser für Tee und Kaffee aufgekocht. Es folgt ein Kochvorgang für wahlweise Spiegel- oder (bevorzugt) Rührei. Als dritten Gang wird Toast und/oder Toasties auf dem Camping-Toaster zubereitet. Belegt mit Avocado, Hähnchenbrust, Tomate, Gurke und diversen Dips und Aufstrichen. Den Abschluss bilden zwei kalte Gänge: Müsli mit Apfel und Joghurt, als Dessert Banane mit Nutino. Es ist jedes Mal ein wahrer Genuss und dauert nur etwa 2 Stunden, wenn man den zwangsläufig folgenden Abwasch mit einbezieht. Doch diese Zeit muss man sich dann halt nehmen.   Kurz nach diesem kulinarischen Highligh...

19.05., Dienstag: Hallsville – Die große Halle

Bild
Nach dem Frühstück folgen die üblichen Aktivitäten. Stricken und Schreiben. Um die Mittagszeit herum, machen wir gemeinsam ein Workout. Sarah zieht das routiniert durch, doch Cecil ist hart an der Grenze. Wenn nicht sogar darüber hinaus. Die Burpees, fester Bestandteil von fast jeder Trainings-Session bei Sarah, bringen ihn fast zum Kollabieren. Ganz klar, an welcher Übung gearbeitet werden muss. Trotzdem hat selbst Cecil anschließend noch Lust, etwas mit dem Fahrrad die Gegend zu erkunden. Gestern Abend hat uns Wendy angeboten, ihre Fahrräder für uns flott zu machen. Eine gute Gelegenheit eine geeignete Laufstrecke für die nächsten Tage auszumachen.  Auf dem Weg zu unserem kleinen Sanitär-Container (ein alter Schiffs-Container mit Dusche, WC und Waschbecken) liegt eine große Halle. Die ist voll mit Werkzeug, Material, Motorrädern, Anhängern und Autos. Eine wirklich große Halle. So eine Art Halle möchte Cecil später auch einmal haben und an allen möglichen kleineren un...

18.05., Montag: Hallsville - Lehrstunde am Lagerfeuer

Bild
Endlich wieder Camper-Frühstück. Zum Einstieg gibt es Tee und Instant-Kaffee. Das anschließende Rührei können wir ganz in Ruhe genießen. Bevor wir uns dem Toast widmen, kommen Wendy und ihr Mann Russel vorbei. Wir erzählen etwas von uns. Was wir in Deutschland gearbeitet haben, wo wir bereits in Australien waren und wie unsere Pläne sind, sobald sich die Lage normalisiert hat. Beide wirken sehr nett und offen. Cecil will ihnen, bevor sie wieder zum Haus gehen, die Schokolade überreichen, die wir gestern für sie als erstes Dankeschön gekauft haben. Doch keiner will sie nehmen. Ist da doch noch etwas Angst vor Corona oder dergleichen? Wir können die Schokolade gerne heute Abend zu dem Lagerfeuer mitbringen, zu welchem sie uns zuvor eingeladen haben. Rückblickend glauben wir, dass nicht ganz klar war, dass sie als Geschenk gemeint war. Sie zeigen uns anschließend noch den Hühnerstall, in dem sie neun Hennen halten. Der Wasserhahn, an dem wir unseren Abwasch erledigen können, ist nur e...

17.05., Sonntag: Barkala Farmstay / Hallsville – Das nächste Kapitel beginnt…

Bild
Der Wecker klingelt und wir tun uns beide sehr schwer beim Aufstehen. Sarah hat es aber noch deutlich schwerer. Kein Wunder bei der Menge Eis, die sie gestern verputzt hat. Ein letztes Mal gehen wir die Hühner füttern. Also wie immer macht Sarah das, aber Cecil begleitet sie dabei mit der Kamera. So unmittelbar vor unserer Abreise wollen wir plötzlich noch so viel wie möglich mittels Videos und Fotos festhalten. Sarah bringt den Abfalleimer zurück in die Küche. Regina bereitet gerade alles für den bevorstehenden Besucher-Ansturm vor. Wie sie überhaupt befugt sind, in Mitten der Corona-Krise Gäste zu empfangen, wird uns wohl auf Ewig ein Rätsel bleiben. Heute profitieren wir aber davon. Wir dürfen uns jeder noch eine Pizza machen, bevor wir fahren. Zunächst gilt es aber das Zimmer auszuräumen und damit, unweigerlich verbunden, das Auto zu packen. Wir ziehen die Betten ab und schmeißen eine Waschmaschine an. Zwischendurch verabschiedet sich Stan hastig von uns. Offensichtlich...

16.05., Samstag: Barkala Farmstay - Ein würdiger Abschluss

Heute ist unser letzter freier Tag. Morgen brechen wir auf in ein neues Abenteuer. Es gibt daher viel zu tun. Nach dem Frühstück lassen wir es uns trotzdem nicht nehmen eine Runde Tischtennis zu spielen. Natürlich haben wir ausgerechnet heute das Gefühl besser zu spielen als je zuvor. Wir können uns aber nach geraumer Zeit loseisen und beginnen das Auto etwas aufzuräumen. Sogar die ersten Boxen räumen wir wieder ein. Nachdem wir eine Waschmaschine befüllt und gestartet haben, testen wir, ob wir immer noch so gut Tischtennis spielen können. Bestimmt 40 Minuten brauchen wir für unseren Test. Ist das jetzt Prokrastination oder unser Abschluss-Training? Vor dem Lunch nutzt Cecil ein letztes Mal das Gym und Sarah dreht eine Abschluss Runde über die Feldwege der Barkala Farm. Zu schnellem Fuß wohlgemerkt, nicht mit dem rotem Auto. Beim Mittag teilen wir endlich auch Kai mit, dass wir morgen abreisen. Schon komisch, dass wir unserem wohl seelenverwandtesten Menschen hier auf der Farm als let...

15.05., Freitag: Barkala Farmstay - Fliegende Felsbrocken

Bild
Nachdem wir es gestern vermasselt haben, wollen wir heute endlich auch Kai von unserer Abreise berichten. Doch kurz bevor wir alle am Tisch sitzen, kommt Leo herein. Leo ist gestern Abend angekommen und wird heute, neben Johannes, beim Klettern die Sicherung übernehmen. Da Kai und Leo sich bereits lange kennen, gibt es da natürlich sofort viel zu erzählen. Da wollen wir mit unserer Nachricht nicht dazwischen grätschen. Sarah möchte heute mit Regina noch die geplanten Produkte online zu stellen. Sarah hat alles soweit vorbereitet: Fotos, Abmessungen und Gewicht der Produkte, verschiedene Variationen. Aber bei den Beschreibungen war sie dann doch überfragt. Regina ist aber auch nicht wirklich verfügbar. Letztlich kopiert sie sich aus vorhandenen Produkten einige Formulierungen zusammen. Das muss dann erstmal ausreichen. Sie ist auf jeden Fall zufrieden mit ihren neuen Kategorie: "One of a kind". Das sind einzigartige Produkte, die so nicht nochmal hergestellt werden und tei...

14.05., Donnerstag: Barkala Farmstay - Letzte Male

Trotz der guten Nachricht am Vorabend, scheinen die Nerven bei uns beiden blank zu liegen. Beim Frühstück kommt es zu einem Streit, ausgelöst durch Käse. Wir möchten an dieser Stelle nicht weiter darauf eingehen und wir haben uns im Laufe des Tages wieder zusammengerauft. Doch es scheint uns trotzdem ein schönes Beispiel für unseren derzeitigen Gemütszustand. Wer weiß was noch passiert wäre, würden wir noch länger bleiben. Am Frühstückstisch ist der Streit noch frisch und wir schweigen uns dementsprechend an. Kai ist natürlich auch da. Ursprünglich wollten wir ihm als erstes von unserer Abreise berichten. Doch auch ihn schweigen wir an.   Bevor wir mit der Arbeit beginnen, weihen wir zumindest Maria in unsere Pläne ein. Sie reagiert sehr verständnisvoll und scheint fast froh darüber. “Ist ja auch mal wieder ganz schön mit weniger Leuten”, sagt sie. Wir nehmen das aber nicht persönlich. Spätestens seit der Ankunft der Franzosen und Argentinier waren es auch für unseren Geschmack ...

13.05., Mittwoch: Barkala Farmstay - Shit goes always downhill

Heute erreicht Cecil seinen emotionalen Tiefpunkt. Er kann nicht genau sagen, woran es liegt, aber er hofft inständig heute von Stew zu hören und die Farm bald zu verlassen. Sarah dippt am Vormittag gemeinsam mit Telline Töpferware. Cecil wird von Cole vom Volleyballfeld geholt. Das Rohr ist da und muss angepasst werden. Sie sägen Verbindungsstücke für den Wandanschluss zu. Anschließend werden die Teile mit einem Zwei-Komponenten-Kleber mehr oder weniger kaltverschweißt. Die chemische Reaktion ist so stark, dass die Rohrstücke miteinander verschmelzen. Das hält bombenfest. Es folgt der weniger spaßige Teil. Für den Auffangbehälter müssen sie ein 60 Zentimeter tiefes Loch graben. Um in diesem Boden überhaupt voranzukommen, muss Cole mit einer schweren Eisenstange die Erde auflockern und Cecil hebt diese anschließend aus. Sie sind noch vor dem Mittagessen fertig, doch es kommt beiden vor wie eine Ewigkeit. Ab jetzt, sagt Cole, kann sich Cecil als “Bush-Plumber” (deutsch: Busch-Klempner)...

12.05., Dienstag: Barkala Farmstay - Innovatives Wasser-Recycling

Wie so oft in letzter Zeit, stehen wir noch früher auf und machen uns unbemerkt eine Portion Rührei. Unser geplanter Umzug hat uns noch mutiger werden lassen. Einen Rauswurf müssen wir zumindest nicht mehr fürchten. Kai kommt wie gewohnt gegen kurz nach 7 Uhr. Für ihn ist widerum sichtlich ungewohnt, dass er nicht der Erste ist. Zunächst versucht er die Kaffeemaschine einzuschalten, was Cecil bereits erledigt hat. Anschließend holt er Brotmesser und Käsehobel aus der Küche, um am Tresen im Café festzustellen, dass auch das schon erledigt wurde. Bevor er auch noch im Kühlschrank nach den bereits herausgeholten Boxen mit Belag schaut, greift Cecil ein. Sichtlich überfordert mit der Situation, dass er seiner Morgenroutine beraubt wurde, bittet Cecil ihn den Toaster im Ofen anzumachen. Das scheint ein annehmbarer Kompromiss zu sein.   Sarah muss heute das Farmhouse sauber machen. Es haben sich Gäste angekündigt. Zum ersten Mal nach etwa 2 ½ Monaten. Da ist eine intensive Grundreinig...

11.05., Montag: Barkala Farmstay - Männer im Wald

Bild
Am Morgen begibt sich Cecil wieder in die Werkstatt und fertigt weitere Schilder. Nach etwa 30 Stück, macht das langsam keinen Spaß mehr. Nach einer recht unschönen Schnittverletzung an der Hand bereitet selbst der am Anfang so spannende Umgang mit der Flex eher Sorgen als Freude. An dieser Stelle trotzdem eine kurze Fotoanleitung mit den einzelnen Schritten zur Herstellung eines Schildes:        Dankbarerweise wird er nach etwa einer Stunde von Cole erlöst. Er braucht Hilfe beim Feuerholz beschaffen. Holzhacken ist zwar eine erfahrungsgemäß deutlich anstrengendere Aufgabe, als Schilder zu fertigen, doch Cecil ist ganz heiß darauf. Er sieht das mittlerweile als sportliche Herausforderung. Bevor es losgeht, soll Cecil aber erstmal das noch vorhandene Holz zum Ofen in der Töpferei bringen. Für diesen Ofen sind die größten Stämme vorgesehen, da er einen vergleichsweise riesigen Raum befeuern soll. Auf einer Art Sackkarre stapelt Cecil Stücke die gute 3-4 ...

10.05., Sonntag: Barkala Farmstay - Zeit für Veränderung

Der Arbeitstag verläuft unspektakulär. Am Nachmittag sind wir wieder als einzige pünktlich für das Meeting und warten darauf, dass es endlich losgeht. Heute möchte Stan die Arbeitszeiten ansprechen. Es könnte daher interessant werden und über das übliche Brainstorming für den Essensplan der kommenden Woche hinausgehen. Nachdem wir bereits 10 Minuten gewartet haben, wird das Meeting verschoben und soll nun während des Abendessens stattfinden. Brenda wollte lieber das Tageslicht nutzen und hat daher Regina um die Verschiebung gebeten. So einfach geht das manchmal für manche. Zum Dinner müssen wir alle gezwungenermaßen an einem Tisch sitzen. Spannender als sonst wird es aber nicht. Stan hatte schon vor dem Meeting ein langes Gespräch mit Regina und Johannes über sein Anliegen. Immerhin bekommen wir am kommenden Freitag nachmittags frei. Wer möchte kann dann mitgehen zum Klettern. Abgesehen davon wird sich nichts ändern. Stan erzählt uns später Regina hätte gesagt, ihr sei es lieber, wenn...

09.05., Samstag: Barkala Farmstay - Unser persönlicher Triathlon

Bild
Wieder gibt es Rührei zum Frühstück. Ein guter Start in den Tag. Mal abgesehen davon, dass heute unser freier Tag ist und man daher zwangsläufig mit einem kleinen Lächeln im Gesicht aufwacht. Doch dann wird es wieder ungewöhnlich früh sehr voll im Café. Wir sind gerade dabei unsere Brote zum Überbacken fertig zu machen, da schneien Brenda, Franco, Leeloo und Stan herein. Als wir unsere Brote in den Toaster legen wollen, ist der bereits voll. Alleine Franco hat acht Scheiben Brot hineingelegt. Währenddessen bereitet Brenda vier Pfannkuchen, die letztens beim Dinner übrig geblieben sind, vor. Nachdem Franco die Brote herausgeholt hat, die bereits ziemlich angekohlt sind, können wir endlich unser Brot hineinlegen. Während unser Brot mit Tomate und Käse überbacken wird, verfolgen wir leicht amüsiert die entstandene Diskussion über das plötzliche Überangebot bei den Argentiniern. Natürlich streiten sie auf Spanisch, aber wir können uns den ungefähren Wortlaut denken. Am Ende landen drei ve...

Beliebte Posts aus diesem Blog

04.08., Dienstag: Southern Lost City Campground - Ein springender Jack

05.08., Mittwoch: Gravel Pit hinter Roper Bar - Drei Tage, drei Platte

29.05., Samstag: Mill Creek Campground Fortescue Bay - Die Kräfte des Wassers