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04.07., Samstag: Lilydale Camping Area - Shopping-Wahn Vol. 2

Wir verlassen unsere Basis der vergangenen Tage und machen uns auf den Weg nach Grafton. Es gilt das Solarpanel fürs Dach zu kaufen und im besten Fall direkt vor Ort bereits anzubauen. Ein frommer Wunsch, wie wir schon bald feststellen müssen. Doch noch ist die Welt in Ordnung. Als erstes halten wir bei BCF (Booting, Camping, Fishing), einem der größten Outdoor-Austatter in Australien. Das Panel mit einer Leistung von 110 Watt gleicht in Größe und Preis dem Angebot von Supercheap Auto. Zumindest für nicht Mitglieder. Registriert man sich kostenlos bei BCF, kostet das Panel statt 187 $ nur noch 120 $ und ist damit unschlagbar günstig. Noch im Laden registrieren wir uns. Nur zur Sicherheit gehen wir noch kurz gegenüber zu Supercheap Auto. Das Panel kostet hier 189 $ und bietet auch sonst keine Vorteile im Vergleich zur Konkurrenz. Zurück bei BCF lassen wir uns von einem sehr netten Mitarbeiter beraten. Zusätzlich zum Solarpanel benötigen wir noch einen entsprechenden Controller, erklärt ...

03.07., Freitag: New Italy Rest Area - Wellenreiten

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Frühstück und Abwasch geht heute sehr fix. Selbst das Zelt haben wir in Windeseile eingepackt. Bereits um 9 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Strand. Wir haben noch nicht genug von Meer und Wellen. Nachdem wir einen anderen Strandabschnitt besichtigt haben und sich dieser als Hundestrand entpuppt hat, landen wir wieder am Main-Beach an der in Ungnade gefallenen Strandbar. Heute Nachmittag, ab 15 Uhr, findet hier auf dem Parkplatz ein “Farmers Market” statt, den wir zum Abschluss des Tages besuchen wollen.  Am Strand angelagt, hält es Cecil nicht lange auf dem Handtuch. Die Wellen sehen zu verlockend aus. Schnell wird das Boogy-Bord, deren Schichten am vorderen Teil auseinander gegangen sind, mit etwas Klebeband fit gemacht. Und was soll man sagen: So viel Spaß wie heute hat es noch nie gemacht. Cecil erwischt im Laufe der “Session” drei richtig gute Wellen. Das Board hat es definitiv verdient noch in ein paar Wellen gesteuert zu werden und ist alles andere als Reif für den Müll. A...

02.07., Donnerstag: New Italy Rest Area - Familien-Zuwachs

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Die Nacht war wie erwartet ruhig und zu unserer Freude (bis auf das Kühlschrank-Problem ;)) nicht sehr kalt. Nach dem Frühstück überlegen wir erneut, wie wir den noch verfügbaren Platz auf dem Autodach nutzen könnten. Ein zusätzliches Solarpanel wäre schon nützlich. Dieses würde die Batterie laden, wenn das mobile Panel nicht zur Verfügung steht. Zum Beispiel während wir fahren, wandern oder einfach mal am Strand liegen. Zudem hätten wir so wahrscheinlich genug Energie, um, in Kombination mit einem entsprechenden Spannungswandler, auch mal den Laptop zu laden. Günstig wird das wahrscheinlich nicht, aber wir hätten einige Probleme weniger. Zudem kriegen wir einen Teil der Kosten eventuell beim Verkauf von Koby wieder rein. Aber an diesen Tag wollen wir jetzt noch gar nicht denken. Bevor wir dieses Projekt angehen, gönnen wir uns heute einen weiteren Tag am Strand. Während wir alles abfahrbereit machen, werden wir von unserem Camper-Nachbarn zugetextet. Viele Camper scheinen einen erhöht...

01.07., Mittwoch: New Italy Rest Area - Endlich am Meer

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Die Nacht verbrachten wir recht unruhig, obwohl nicht viel Verkehr herrschte. Dazu werden wir kühl und ohne Sonne vom anbrechenden Tag begrüßt. Frühstück, Abwasch und Zelt einpacken läuft routiniert ab und so sind wir bereits um 9 Uhr auf dem Highway zurück in Richtung Casino.  Dort angekommen, geht es direkt zu McDonalds. Aber nicht für einen Burger, sondern lediglich für das kostenlose WLAN ;) Hauptaugenmerk liegt natürlich nochmal auf der Grenzöffnung zu Queensland und ein paar Foto- und Videoreiche-Posts wollen veröffentlicht werden. Im Anschluss touren wir, für unseren Geschmack etwas zu lange, durch die Stadt. Wir kaufen Lebensmittel ein, bringen Pfand und Müll weg. Das ist nur die Kurzfassung. Wir sind bestimmt 3 Stunden im dichten Getümmel unterwegs. Danach hegen wir beide ein unbändiges Verlangen danach das Meer zu sehen. In unmittelbarer Nähe zur Küstenlinie zeigt uns Camper-Mate drei Stellplätze an. Zwei davon sind laut den aktuellsten Kommentaren derzeit geschlossen. Wi...

30.06., Dienstag: Breamer Park - Höhen und Tiefen

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Wir verlassen die Lilydale Camping Area mit gemischten Gefühlen. Solch einen guten Platz verlässt man nur ungerne. Flusswasser so klar, dass wir es bedenkenlos trinken könnten, ausreichend Platz und Sonne satt. Hier auch endlich mal ein paar Fotos vom Fluss. Gerade noch rechtzeitig ;) Doch wir sind nicht zum Campen nach Australien gekommen. Wer Abenteuer erleben will, der muss raus aus der Komfortzone. Wir machen uns auf den Weg zum Richmond Nationalpark, kurz vor der Grenze zu Queensland.  Vor der Abfahrt hat Sarah nur einen groben Wegpunkt im Navi gesetzt. Das führt dazu, dass wir zu früh vom Highway abbiegen. Nur wenige Kilometer weiter, hätten wir das Städtchen Mallanganee erreicht. Von dort aus wären es lediglich 12 km in nördliche Richtung zu der Rest Area gewesen, von der aus die Wanderwege starten. Wir wählen, eher unfreiwillig, den deutlich längeren Weg, der uns zunächst an der westlichen Grenze des Parks gen Norden führt und dann über eine 22 km lange Gravelroad, aber aus...

29.06., Montag: Lilydale Camping Area - Sonne pur

Noch gestern Abend haben wir die Entscheidung gefällt einen weiteren Tag hier zu bleiben. Der Tag verspricht herrlich zu werden. Warum also das ganze Sonnenlicht damit verschwenden im Auto zu sitzen? Nach dem Frühstück macht sich Cecil auf den Weg neues Feuerholz zu suchen. Lediglich 50 Meter von Koby entfernt, findet er einen umgestürtzten Baum. Das ging fast schon zu leicht. Doch natürlich gibt es einen Haken. Es handelt sich um einen “Iron Bark” und der trägt diesen  Namen nicht zu Unrecht. Trotz der noch relativ frischen Temperatur, hat sich Cecil nach wenigen Minuten des Sägens bis auf die Hose entblößt und ist trotzdem noch ordentlich am Schwitzen.  Sarah widmet sich in dieser Zeit dem Abwasch. Da wir uns diesen gestern Abend gespart haben, ist zusammen mit dem Geschirr vom Frühstück ein ordentlicher Berg angefallen. Teils scheint es nicht minder anstrengend zu sein, als einen “Iron Bark” zu zerteilen.  Beides ist aber irgendwann geschafft und wir können uns den sch...

28.06., Sonntag: Lilydale Camping Area - Kühles Bad im Fluss

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Nach dem Frühstück genießen wir die Sonne, die sich bereits gegen den morgendlichen Nebel durchgesetzt hat. Während Sarah sich dem Abwasch widmet, geht Cecil runter zum Fluss und schleift die Messer. Die haben es dringend nötig. Statt eines Messerschleifers wird die raue Fläche an der Unterseite einer Tasse genutzt. Heute Abend werden wir sehen, ob sich die Aktion gelohnt hat. Auf dem Rückweg findet Cecil ein paar Äste, die gut brennbar aussehen. Die kann er natürlich nicht liegen lassen und sägt sie auch gleich noch zu. Sarah flickt indessen den Reißverschluss an unserem Zelt. An einer Ecke ist dieser ausgerissen. Jedes Mal, wenn wir die Plane befestigen, sorgt das für Probleme. Ein kleines Stück Holz dient als eine Art Fingerhut, denn die Schwierigkeit an der Sache ist das dicke Material. Auch hier werden wir erst in der Zukunft sehen, ob die Aktion geglückt ist. Sarahs Näharbeit macht auf jeden Fall einen stabilen Eindruck. Gegen Mittag können wir unseren inneren Schweinehund bezwin...

27.06., Samstag: Lilydale Camping Area - Camper-Life

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Die Nacht war angenehm und recht erholsam. Sarah checkt den Wetterbericht und draußen sind es gefühlte 5 Grad Plus. Das sind satte 13 Grad mehr als gestern. Dafür soll es heute teils bewölkt sein. Ein bisschen Sonne sollte da doch aber drin sein. Draußen ist es, wie hier auf diesem Platz üblich, neblig. Während des Frühstücks kommen trotzdem ein paar Sonnenstrahlen zu uns durch. Danach gibt es eine zweite Runde Kaffee und Tee. Sarah strickt und Cecil liest. Es ist ein wenig kühl, doch im Vergleich zu bereits vergangenen Morgen, kann man es sehr gut aushalten. Nachdem wir uns gestern abend nicht mehr die Laune verderben lassen wollten, guckt Sarah erst jetzt nach den Ergebnisses der gestrigen Parlaments-Sitzungen. Doch sie kann keine Neuigkeiten finden. Wir interpretieren das als gutes Zeichen. Wäre die Grenzöffnung von Queensland verschoben worden, wäre das sicherlich in den Nachrichten erwähnt worden. Bevor wir noch tiefer graben können, bricht die Internetverbindung ab und wir entsch...

26.06., Freitag: Lilydale Camping Area - Koby's Heilung

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Die Kälte am Morgen ist lähmend. Wie bereits am Vorabend wirft Sarah erneut einen Blick auf den Wetterbericht. Draußen erwarten uns knackige -3°, die sich durch eine leichte Brise wie -8° anfühlen sollen. Da bleiben wir doch lieber noch etwas liegen. Wir nutzen die Zeit, um nach Schrottplätzen in der Umgebung zu googeln. Tatsächlich scheint Grafton eine gute Adresse zu sein. Gegen kurz nach 8 Uhr trauen wir uns das Zelt zu verlassen. Nach dem Frühstück hört sich Cecil ein wenig rum. Bei drei Schrottplätzen hinterlässt er Telefonnummer und Name. Alle versprechen nach dem Teil zu schauen und sich anschließend zurückzumelden.  Während wir im Anschluss zusammenpacken und Sarah gerade oben im Zelt verschwunden ist, um dort alles für die Abreise vorzubereiten, wird Cecil von unserem Camper-Nachbarn in ein Gespräch verwickelt. Ob es in unserem Dachzelt nicht viel zu kalt sei, möchte er wissen. Es folgt ein Gespräch über Gott, die Welt und natürlich Corona. Das heißt es ist eher ein Monolg...

25.06., Donnerstag: Beardy Creek Rest Area - Pit-Stop

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Das Frühstück gibt es erneut am wärmenden Lagerfeuer. Wenigstens der Wind hat nachgelassen. Nachdem alles verstaut ist, ein letzter Stopp an den Toiletten. Cecil prüft zudem noch schnell den Ölstand. Als wir wieder starten wollen, nur ein kurzes Klicken und alles ist aus. Nicht schon wieder… Hoffentlich ist es auch heute nur ein kurzer Aussetzer. Wie damals, wirft Cecil einen Blick unter die Haube, kann aber nichts feststellen. Kurz den immer noch lockeren Pluspol an der Batterie festdrücken und mehr ist hier nicht zu machen. Beim folgenden Versuch springt der Motor auf Anhieb an. Glück gehabt. Aber wir sollten das dringend reparieren.  Über den Highway fahren wir Richtung Westen nach Glenn Innes. Auf dem Weg halten wir noch am Raspberry Lookout. Den Namen trägt er, weil in dem umliegenden Wäldern wilde Himbeeren zu finden sind. Er bietet uns einen schönen Blick über Hügel und dichte Wälder. Wenige Kilometer darauf folgt ein weiterer Abstecher zu den Lyrebird Fall und dem Boundary ...

24.06., Mittwoch: Gibraltar Range NP - Unfreiwilliger Bushwalk

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Die Nacht war zum Glück deutlich wärmer als befrüchtet. Auch draußen ist es nicht sehr kalt. Die Sonne ist gegen kurz vor 7 Uhr zwar bereits aufgegangen, doch verhindert die dichte Vegetation, um uns herum, dass wir von ihr erreicht werden. Daher macht Cecil direkt das Lagerfeuer an. Während die Gaskartusche mal wieder nur auf Sparflamme arbeitet, wärmt uns das Feuer immerhin nach kurzer Zeit ausreichend. Das Frühstück dauert dadurch wieder unnötig lange.Trotzdem sind wir um 09:30 Uhr unterwegs auf unserer heutigen Wanderung. Es geht auf den “Tree Fern Forest Walk” mit einer Länge von 8 km. Highlights gibt es dort wohl keine, außer vier verschiedene Arten von Baumfarnen, doch wir hoffen insgeheim immer auf die Sichtung eines Tieres. Leider werden wir wohl auch heute diesbezüglich enttäuscht. Der Weg an sich ist auch nicht empfehlenswert. Ein breiter Track, der vom Parkpersonal sogar mit Autos genutzt wird. Ab und zu eine kleine Steigung und eine matschige Stelle sind hier die größten H...

23.06., Dienstag: Gibraltar Ränge NP - Spontaner Bushwalk

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Die Nacht war kurz. Viel zu kurz. Trotzdem sind wir erstaunlich fit. Zudem begrüßt uns die Sonne. Ganz ohne Nebel. Der Tag kann nur gut werden. Nach dem Frühstück geht Cecil am Fluss abwaschen. Der Abwasch hat sich recht ansehnlich aufgetürmt, aber er war sicher, das zu schaffen. Bereits am Flusslauf angekommen, fällt das eine Weinglas von nicht mal 3 Zentimeter Höhe ins Wasser. Und doch bricht es. Wahrscheinlich haben wir uns alle etwas Spektakuläres vorgestellt, wenn es um den ersten “Tod” eines Weinglases geht. Aber jetzt ist es passiert. Was solls. Cecil erledigt den Rest des Abwaschs ohne Verluste. Nach einer kurzen Stichelei von Sarah, dass wir an ihrem Geburtstag jetzt nicht mehr mit echten Gläsern anstoßen können, ist die Sache abgehakt.  Gegen 09:30 Uhr sind wir abfahrbereit. Über die Gravelroad gelangen wir zurück auf den Highway. Der Weg zum Gibraltar Range NP dauert deutlich länger als gedacht. Gut, dass wir heute morgen spontan beschlossen haben, für zwei Nächte einen ...

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