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14.07., Dienstag: Bedford Weir Camping Area - Die “Empty”-Marke

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Der Baum, hinter dem wir geparkt haben, hat uns die Nacht über vor den gleißenden  Scheinwerfern der Road-Trains geschützt. Doch in keinster Weise vor deren Lärm. Zudem ist es im Verlauf der Nacht empfindlich kalt geworden. Wir liegen dick eingepackt unter unseren Decken und wollen dieses Refugium zunächst gar nicht verlassen. Während wir so daliegen, kommt Cecil auf die Idee noch vor dem Frühstück das Zelt einzupacken. So könnten wir zum Carnarvon NP fahren. Dort angekommen, könnten wir einen Blick auf die Uhr werfen und wüssten wie viel Zeit wir fürs Frühstück haben. Wenn wir hier bleiben, würden wir uns eh nur alles abfrieren. Das anschließende Verstauen des Zeltes wird in keinster Weise ein Paradebeispiel. Nicht nur, dass alles noch mit einer dünnen Schicht Raureif bedeckt ist, fer Reißverschluss macht auch noch Mucken. Am Ende haben wir wohl keine Zeit gespart und müssen regelmäßig kontrollieren, ob wir noch über alle Finger verfügen. Nächstes Mal frieren wir uns die Finger li...

13.07., Montag: Carnarvon Highway Picnic Area - So nah dran

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Wir stehen zeitig auf und frühstücken zügig. Es gilt eine Mission zu erfüllen. Die Mission “Solarpanel”. Schon kurz nach dem Essen geht es los. Zunächst müssen wir die Lochplatten, mit denen wir das Panel vorne am Auto befestigen wollen, manuell aufbohren. Falls ihr euch erinnert, durch die Lochplatten passen ab Werk nur Schrauben mit einem Durchmesser von 5 mm. Die Bohrungen in der Dachkante von Koby verlangen jedoch nach 6 mm. Wieder hilft der Schlitz-Schraubenzieher dabei, die Löcher etwas aufzuweiten. Während wir also nach und nach vorankommen, haben wir eine Idee wie wir die Stange, die am Ende das Panel an der Front halten soll, doch noch verschrauben könnnen, anstatt sie nur zu kleben. Dafür fehlt uns allerdings noch das richtige Material. Wir müssen also erneut einen Baumarkt aufsuchen. Deshalb packen wir kurzer Hand doch erstmal alles zusammen.  In Roma, ca. 80 km weiter westlich, gibt es zum Glück einen kleinen Baumarkt. Die nötigen Schrauben und Lochplatten sind schnell ...

12.07., Sonntag: Judd's Lagoon - Nasser Abschied

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Wie immer klingelt der Wecker um 6 Uhr. Gegen kurz nach 7 Uhr schaffen wir es aufzustehen. Das liegt hauptsächlich daran, dass Sarah jetzt auch alt ist. Mit 30 springt man nicht mehr voller Elan aus den Federn. Da braucht man oft einen Moment. Oder auch mal eine Stunde. In der Hoffnung auf verbleibende Gäste der Geburtstagsfeier zu stoßen, gehen wir gemeinsam zur Toilette. Tatsächlich können wir unter entfernten Bäumen ein paar verschlafene Beuteltiere sichten.  Nach einem ganz entspannten Frühstück überlegen wir bei einer weiteren Tasse Kaffee bzw. Tee wie es von hier aus weitergeht. Für einen kurzen Moment spielen wir mit dem Gedanken noch eine weitere Nacht zu bleiben. Ohne Bezahlung. So wie es anscheinend alle anderen hier auch machen. Doch wir besinnen uns kurz darauf auf unsere Werte und wollen uns nicht auf dieses Niveau herablassen. Wenn jeder so denken würde, wäre es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit bis die Verwaltung das Gelände verkaufen muss. Der dann entstehende...

11.07., Samstag: Cressbrook Dam - Sarahs 30. Geburtstag

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  Der Morgen von Sarahs 30.Geburtstag begrüßt uns neblig. Die Partygäste, es handelt sich natürlich um Kängurus, lassen enttäuschenderweise auf sich warten. Doch zwischen unserem Stellplatz und den Toiletten entdeckt Sarah dann endlich drei Mütter mit ihren Joeys. Sie sind uns gegenüber zwar durchaus vorsichtig, doch ganz behutsam können wir uns auf nicht mal vier Meter annähern.    Nach diesem morgendlichen Hoch müssen wir feststellen, dass wir mal wieder so genial hinter Bäumen geparkt haben, dass es absolut keine Chance auf Solarenergie gibt. Im Zusammenspiel mit den zwei Parteien, die uns viel zu nah gekommen sind, bewegt uns das dazu die Flucht zu ergreifen. Doch wir verlassen den Platz nicht, für den wir bereits bezahlt haben. Wir fahren lediglich einige Meter weiter auf ein freies Feld, abseits der nummerierten Campingplätze. Dazu lösen wir kurzerhand die Verankerung des Zeltes. Anschließend nimmt Cecil die Leiter in die Hand und Sarah setzt zurück. Bei zwei dicht...

10.07., Freitag: Cressbrook Dam - Mauerfall

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06:20 Uhr stehen wir unten. Noch schnell die Kiwis essen (wir haben immer noch etwas Angst vor den Einfuhrbestimmungen), dann geht es los. Während der Fahrt sind wir ziemlich nervös und machen uns Gedanken, welche Fragen wir bei der Grenzkontrolle beantworten müssen. Irgendwann sagt Cecil: “Na, hauptsache wir verstehen den Polizisten überhaupt”. Falls wir das noch nicht erwähnt haben, das australische Englisch ist teilweise ziemlich gewöhnungsbedürftig.  Um halb 8 sind wir kurz vor Goondiwindi. Kurz vor einer Brücke parken ein paar Fahrzeuge, doch wir fahren weiter. Wir wollen uns das Ganze erst einmal ansehen. Blöd nur, dass wir uns kurz nach der Brücke bereits in Queensland befinden und nur Sekunden darauf in einer Grenzkontrolle.  Wir sind von diesem Ablauf deutlich überrascht. Dementsprechend ist unsere Antwort auf die Frage des Polizisten, wo wir hinwollen, zunächst eher ein wirres Gestammel. Beim zweiten Anlauf erzählen wir von unserem Plan einen Campingplatz nahe Toowoo...

09.07.; Donnerstag: North Star Road Rest Area - Der Countdown läuft

Der Tag begrüßt uns mit Nebel und stark bewölkt. Nichts Neues hier in Lilydale. Immerhin regnet es nicht mehr. Nach dem Frühstück beginnen wir direkt mit der Montage des Solar-Panels. Natürlich setzt jetzt doch wieder Regen ein. Schnell packen wir alles Material wieder zusammen und machen zunächst den Abwasch.  Dann geht es aber wirklich los. Doch sehr schnell stoßen wir auf die ersten Probleme. Um nur ein Beispiel zu nennen: der Winkel, mit dem wir das Panel am Dachzelt befestigen wollen, ist zu schmal und rutscht durch. Knapp eine Stunde müssen wir erneut in Denkarbeit investieren. Irgendwie muss dieses Panel aber wirklich aufs Dach. Am Ende steht fest, dass wir noch weiteres Material benötigen. Der zu schmale Winkel muss mit Unterlegscheiben verbreitert werden. Zudem benötigen wir ein zweites Vierkant-Alu-Profil. Das kleben wir dann in das Panel und selbiges kleben wir an ein längeres Profil, welches wir dann mit Loch-Schienen, die ebenfalls geklebt werden, mit Schrauben am Auto...

08.07., Mittwoch: Lilydale Camping Area - Shopping-Wahn Vol. 3

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Nach einem schnellen Frühstück halten wir uns weiter ran und sind bereits gegen 9 Uhr auf dem Weg nach Coffs Harbour. Auf dem Schrottplatz in Grafton schauen wir nach einer passenden Crossbar. Der junge Mitarbeiter vom letzten Mal erinnert sich sogar an Cecil. Sofort geht es daher wieder in die kleine Schrottplatz-Karre, mit der sie bereits das letzte Mal unterwegs waren. Zunächst schauen sie bei dem Jackaroo, dem sie das Ventil entnommen haben. Doch Crossbars sind auf diesem leider nicht zu finden. Es geht noch weiter über den Platz. Allerdings sind Autos mit Crossbars eher eine Seltenheit und wenn welche montiert sind, kann Cecil bereits auf den ersten Blick erkennen, dass das bei unserem Koby nicht passen wird. Nach etwas 15 Minuten geben sie es auf. Dann basteln wir uns unsere Crossbar eben doch selber. Bei Bunnings in Coffs Harbour brauchen wir gute zwei Stunden, um alle Materialien zusammen zu suchen. Wir haben alles genau gemessen und unser Plan war wasserdicht. Nur gibt es in d...

07.07., Dienstag: Lilydale Camping Area - Von “Kühlschrank” und “Kühlbox”

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Heute machen wir uns einen ganz entspannten Tag. Morgen wollen wir nach Grafton fahren und das Solarpanel auf dem Dach installieren. Trotz unserer guten Vorarbeit wird das bestimmt stressig. Daher wird heute ordentlich Energie getankt und nicht zu viel gemacht ;) Nach dem Frühstück gehen wir erneut unsere gestern ausgetüftelte Konstruktion durch. Mit dem richtigen Material sollte das schon klappen. Cecil findet sogar ein Loch im Boden des Kofferraums, durch welches wir das Kabel in den Kofferraumführen können. Besagtes Loch ist übrigens nicht durch Rost oder einen sonstigen Schaden entstanden. An dieser Stelle war ursprünglich einer der zwei Sitze befestigt, die wir bereits in Sydney zurückgelassen haben. Nachdem Cecil im Anschluss mal wieder etwas Feuerholz für den kommenden Abend gesammelt und zurechtgesägt hat. Imprägnieren wir unsere Regenjacken. Die haben eine neue Schicht nötig, nachdem sie dringend gewaschen werden mussten. Zum Joggen gehen können wir uns nicht aufraffen. Sarah ...

06.07., Montag: Lilydale Camping Area - Another Day In Paradise

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Der Morgen begrüßt uns unangenehm frostig. Auf dem Dach von Koby hat sich sogar Eisschicht gebildet. Nach dem Frühstück überlegen wir, wie wir das Solarpanel auf ebendieses kriegen. Nach einiger Zeit und ausreichend Gehinrschmalz haben wir einen Weg ausgetüftelt, mit dem eine Befestigung ohne zusätzliche Bohrungen im Rand des Panels möglich scheint. Zum Heck wollen wir eine Verbindung zu den Schienen des Dachzeltes schaffen. Vorne befestigen wir es dann entweder an einer selbstgebauten Querstrebe oder an einer dritten Crossbar (zwei haben wir bereits auf dem Dach und darauf das Zelt). Nach einer solchen Crossbar wollen wir auf dem Schrottplatz unseres Vertrauens suchen. Das ist der Platz, nahe Grafton, auf dem wir vor wenigen Tagen bereits das EGR-Ventil gefunden haben. Der ganze Prozess, inklusive etlicher Messungen auf und abseits des Daches, beschäftigt uns bis weit in die Mittagsstunden. Um neue Energie zu tanken, wollen wir uns ein Sandwich machen. Doch die Fleischwurst hat ihren ...

05.07., Sonntag: Lilydale Camping Area - Business as usual

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Am Morgen erwartet uns erneut bittere Kälte. Wir hatten gehofft, diese Zeiten liegen hinter uns. Trotzdem lassen wir es uns nicht nehmen, einen zweiten Topf mit Wasser aufzukochen und bei Tee und Kaffee ein wenig zu lesen. Während wir den Abwasch erledigen und unsere Decken mal wieder ausschütteln, beginnt um uns herum der Abreise-Tag. Sobal ein Camper abgefahren ist, lässt Cecil alles stehen und liegen und macht sich auf den Weg zum soeben verlassenen Zeltplatz. Oft wird wertvolles Feuerholz zurückgelassen. Heute bleibt die Ausbeute allerdings sehr mager. Generell scheint eine Knappheit an brennbarem Material zu herrschen, denn auch andere Camper sind in der Umgebung aktiv auf der Suche. Teilweise sehr weit weg von “zu Hause”.  An Orten, an denen Holz ein sehr begehrtes Material ist, hilft Erfahrung. Aus vorherigen Streifzügen weiß Cecil, dass trockene Äste oft in noch lebenden Baumkronen zu finden sind. Tatsächlich findet er heute nur etwa 15 Meter von Koby entfernt einen ganzen ...

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