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10.06., Mittwoch: Tia Falls - Motten von einem anderen Planeten

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Die Nacht über hat es gelegentlich geregnet. Jetzt scheint es nur noch von den Bäumen aufs Zelt zu trotpfen. Leider erwartet uns draußen dichter Nebel. Immerhin ist es nicht sehr kalt. Am sofort entfachten Lagerfeuer halten wir es alle Mal aus.  Das Frühstück wird von leichtem Nieselregen begleitet. Da wir nicht wollen das Wolle oder Buch nass werden, aber auch das wärmende Feuer nicht aufgeben wollen, schmieden wir zunächst einen Plan für die kommenden Tage. Der sieht ungefähr wie folgt aus: Morgen fahren wir zu den Apsley Falls und suchen uns in der Nähe von Armidale einen Campingplatz. Übermorgen wollen wir dann in Armidale den Pfand wegbringen und Wäsche waschen. Koby könnte ebenso eine Wäsche vertragen. Während wir so überlegen, erinnert sich Cecil, dass sein Freund Leo Bekannte in Brisbane hat. Unter Umständen könnte das unsere Eintrittskarte nach Queensland sein. Aber eine 14-tägige Quarantäne würde wohl trotzdem auf uns zukommen. Mit dieser Aussicht ist es wohl doch be...

09.06., Dienstag: Tia Falls - Camping zu Zeiten von Corona

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Die Nacht war nicht so kalt und die anderen Camper nicht so laut wie befürchtet. Dafür begrüßt uns der Tag mit kräftigem Wind und gelegentlichen Sturmböen. So schlimm, wie es im Zelt klingt, ist es dann aber gar nicht. Selbst der Gaskocher präsentiert sich in bestem Licht. Nachdem die dazugehörigen Gas-Kartuschen in den letzen Tagen immer wieder eingefroren sind und daraufhin ihren Dienst verweigert haben.  Nach dem Frühstück ähneln wir, bis auf die äußere Erscheinung, in soweit einen Eiszapfen, dass wir tatsächlich überlegen Koby zu verkaufen. Für das erhaltene Geld kaufen wir dann einen winzigen Caravan. Oder wenigstens einen Heizpilz…  Während wir das Zelt einpacken regnet und windet es in einer Tour. Kaum fertig, retten wir uns ins Auto, völlig durchnässt und mit schlammigen Schuhen. Just in diesem Moment wechselt das Wetter schlagartig und die Sonne brennt uns ein zynisches Lächeln in die Frontscheibe. Nach einem kurzen Abstecher zum “Hanging Rock Lookout”, an de...

08.06., Montag: Sheba Dams - Back on the Road

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Unser letzter Morgen auf der Farm in Hallsville empfängt uns versöhnlich Milde. Nach dem Frühstück verabschieden wir uns von Russel und Wendy. Wir bedanken uns erneut, für die Gastfreundschaft und jegliche Unterstützung während unseres Aufenthaltes.  Nachdem wir alles verpackt haben und Cecil sogar noch eine letzte Dusche genossen hat, ist es an der Zeit auch den kleinen Entchen lebewohl zu sagen. Dann geht es tatsächlich los. Wir fahren auf den Highway in Richtung Stadt. Noch fühlt es sich so an, als wären wir nur zum wöchentlichen Einkauf unterwegs. Doch im Innern wissen wir, dass wir nicht zurückkehren. Schon komisch, wie schnell man sich an einen Ort gewöhnen kann und wie merkwürdig es sich anfühlt, einen solchen Platz wieder zu verlassen. Aber es fühlt sich richtig an. Nur wir zwei und Koby. So haben wir es geplant und so soll es sein.  Als ersten Schritt gilt es angehäufte Altlasten zu entsorgen. Dazu gehört ein Stapel Dosen und Flaschen, die wir an einem ...

07.06., Sonntag: Hallsville - Wind of Change

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Erneut erhalten wir einen morgendlichen Besuch von Russel. Wieder fragt er nach unseren Plänen. Doch dieses Mal eher nach den längerfristigen. Seiner Einschätzung nach ist NSW wieder für den Reiseverkehr geöffnet. Kostenlose Campingplätze sind eventuell noch gesperrt, jedoch kann man viele bezahlpflichtige Plätze bereits wieder buchen. Ganz offensichtlich versucht er uns dazu zu ermutigen, weiter zu reisen. Das Wetter in der kommenden Woche soll grandios werden und es gäbe noch so viel zu endtecken. Nachdem Russel weg ist, setzen wir den Tag zunächst ganz normal fort. Doch im Hintertürchen arbeitet es bei uns beiden gehörig. Wir kommen gemeinsam zu dem Schluss, dass Russel wohl Recht hat. Wir sind einfach nur zu ängstlich und zu gemütlich geworden. Statt “nur” zu Steward nach Newcastle umzuziehen, überlegen wir laut stattdessen wieder direkt unser richtiges Camper-Leben aufzunehmen. Vielleicht müssen wir hier und da für einen Stellplatz bezahlen, doch wir wären endlich wieder unte...

06.06., Samstag: Hallsville - Keine neuen Erkenntnisse

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Nach dem Frühstück kommt Russel vorbei und liefert uns neues Holz. Wir werden hier schon ganz schön verwöhnt.  Es ist aber auch wieder eisig... Als wir auf seine Frage nach unserem Plan für den heutigen Tag, nichts antworten können, bietet er an, uns zum Marsupial Park zu fahren. Er muss so oder so in die Stadt und wir müssten nicht extra das Zelt einpacken. Wir zögern ein wenig. Im Grunde wollen wir solche Parks nicht unterstüzen. Zweifelsohne wird in so einer Einrichtung etlichen Tieren geholfen, die andernfalls in der freien Wildbahn gestorben wären. Oft haben wir allerdings das Gefühl, dass ein verwaister Joey nur gerettet wird, um anschließend als Touristen-Attraktion in einer Art Streichelzoo herhalten zu müssen. Er ist erst seit Anfang der Woche wieder geöffnet und es ist Wochenende. Daher ist es sicher unerträglich voll. Dankend lehnen wir das Angebot aus genannten Gründen ab. Nach ein wenig Stricken und Lesen, gehen wir Laufen. Das Känguru an der Ecke steh...

05.06., Freitag: Hallsville - Zeit für Tapetenwechsel im Lockdown?

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Nach einem frostigen Morgen werden wir heute von herrlichem Sonnenschein verwöhnt. Da werden sogar die kurzen Hosen mal wieder ausgepackt. Da wir heute nichts geplant haben, verbringen wir den Tag ziemlich entspannt. Natürlich wird wieder viel gestrickt und Tagebuch geschrieben. Nebenbei halten uns die Enten ganz schön auf Trapp. Die Kleinen können inzwischen bereits tauchen und ab und zu schütteln sie die kleinen Flügelchen. Einfach zu putzig. Trotz dieser herrlichen Kulisse entscheiden wir, nach einem kurzen Gespräch, zu Stew nach Newcastle umzuziehen. Vielleicht tut uns ein kleiner Tapetenwechsel ganz gut. Außerdem wäre es sehr angenehm, mal wieder ohne Hose und mindestens zwei Jacken schlafen zu können. Gegen 17 Uhr zieht sich der Himmel zu und wir setzen uns ans Lagerfeuer. Den Nachmittag haben wir damit verbracht Videos auf den Laptop zu übertragen, die nächsten Posts für den Blog vorzubereiten und abermals viel gestrickt und Tagebuch geschrieben. Gegen 19:...

04.06., Donnerstag: Hallsville - Oxley Wild Rivers NP

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Zu einer Unzeit klingelt uns der Wecker aus dem Bett. Es ist gerade einmal 06:10 Uhr. Gegen 06:30 Uhr schaffen wir es uns aufzuraffen. Draußen ist alles bis auf den letzten Grashalm gefroren. Sogar feinste Spinnennetze glitzern im Sonnenlicht, wie die hundertfache Vergrößerung einer Schneeflocke.  Trotz der klirrenden Kälte machen wir uns daran, alles für unsere Abreise zu präparieren. Wie gewohnt stellen wir das schwere und sperrige Zeug, wie Wasser-Kanister, Tisch und Stühle, am Zaun ab. Das Zeltinnere wird mit einer Plane aus Plastik ausgelegt, um es bestmöglich gegen die Feuchtigkeit zu schützen. Diese wird zwangsläufig entstehen, sobald wir das Zelt eingeklappt haben, auf dem sich noch eine ordentliche Schicht Raureif befindet. Nachdem wir den Reißverschluss der Schutzhülle endlich geschlossen haben, drohen uns vor Kälte fast die Finger abzufallen. Wir wollen nur noch losfahren. Da wäre nur noch eine Kleinigkeit: Wie kriegen wir die Eisschicht von der Frontschei...

03.06., Mittwoch: Hallsville - Öffnung des Friseur-Salons

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Ausnahmsweise gibt es heute mal keinen Regen während wir frühstücken. Dazu ist es nicht mal kalt draußen. Ganz in Ruhe und ohne zu frieren, können wir so unser Frühstück genießen. Im Anschluss überlegen wir, was wir mit dem heutigen Tag anfangen wollen. Wir einigen uns darauf morgen zum Wandern in den Oxley Wild Rivers NP zu fahren. Übermorgen, am Freitag, soll das Wetter zwar besser werden, doch wir befürchten einen Besucher-Ansturm. Es ist wieder erlaubt zum puren Vergnügen zu reisen und so wird es sicherlich auch einige Camper und Wanderer am Wochenende in die Nationalparks ziehen.  Der Park ist etwa 2 Autostunden von uns entfernt. Um trotzdem genug Zeit fürs Wandern und am Abend fürs Grillen zu haben, bereiten wir essenstechnisch alles soweit es geht bereits heute vor. Am Morgen unser Frühstück in Form von Sandwiches während der Autofahrt zu uns zu nehmen, hat sich bereits bei unserem letzten Ausflug zum Mount Kaputar bewährtAber. Das wollen wir unbedingt wieder machen....

02.06., Dienstag: Hallsville - Shopping-Wahn

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Kurz bevor wir aufstehen wollen, setzt Regen ein. Dazu soll es heute der kälteste Tag seit langem werden. Wir bleiben daher einfach noch eine Weile liegen, ohne auch nur einen Finger unter der Decke hervorzustrecken. Aus ganz natürlichen, wenn auch hier oben im Dachzelt oft sehr nervigen, Umständen müssen wir unser Refugium jedoch bald darauf verlassen. Die Blase drückt langsam etwas zu doll. Noch bevor wir mit dem Frühstück beginnen, hört es auf zu regnen. Trotzdem bauen wir sicherheitshalber alles unter dem kleinen Vorzelt der Leiter auf. Anschließend bereiten wir unsere Fahrt in die Stadt vor. Gegen halb 11 Uhr sind wir unterwegs nach Tamworth. Nach einer vielversprechenden Internet-Recherche am Vortag hinsichtlich eines Haar-Trimmers, steuern wir zu aller erst “Target” an. Schon oft haben wir den roten Schriftzug und das an eine Zielscheibe erinnernde Logo gesehen, doch noch nie waren wir in einer der Filialen. Abgesehen von der Aussicht endlich die lange Matte loszuwerden, ...

01.06., Montag: Hallsville - Gegen den Wind

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Früh am Morgen regnet es erneut. Wir hoffen, dass das Imprägnierzeug schon getrocknet ist und nicht gleich wieder abgewaschen wird. Eigentlich soll es 24 h einwirken, bevor man es Wasser aussetzt. Tja, das konnten wir leider nicht beeinflussen. Im besten Fall zeigt es bereits Wirkung. Doch von außen entdecken wir direkt einige offensichtlich durchgeweichte Stellen und auch der Anstrich an sich hat sichtbare Spuren hinterlassen. Im Allgemeinen daher zunächst etwas enttäuschend. Hoffentlich wird das noch besser, wenn es vernünftig getrocknet ist. Nach dem Frühstück macht sich Sarah daran einen Schal für Roo und Hermann zu stricken. Die gelingen in Windeseile und sehen super süß aus. Wir stehen bereits für ein Familien-Foto mit Schals bereit, da fällt Cecil auf das Mini-Roo noch keinen Schal hat. Das lässt Sarah so nicht zu und strickt in wenigen Minuten auch noch einen kleinen Schal für unseren Joey.              Nachdem wir gestern uns...

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Epilog

27.06., Sonntag: Termeil Forrest - Chill & Grill