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16.08., Sonntag: Florence Falls Campground – Magnetic Termites

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Der Morgen beginnt, wie der Abend geendet hat. Es raschelt laut im Unterholz. Cecil wird davon geweckt, während Sarah seelenruhig schläft. Ohropax sei Dank. Dementsprechend ist Cecil auch als Erster raus aus dem Zelt. Auf dem Weg zur “Toilette” sieht er drei Kängurus. Etwas aufgeregt, aber auch darauf bedacht die Tiere nicht zu verschrecken, ruft er nach Sarah. Die ist währenddessen erneut eingenickt. Doch als sie endlich Cecils Nachricht vernimmt, ist sie ebenfalls blitzschnell auf den Beinen. Tatsächlich können wir die Beuteltiere erneut am Hang ausmachen. Es scheint sich um ein Weibchen mit seinem Joey zu handeln. Der Kleine ist bereits aus dem Beutel, doch reagiert deutlich aufgeregter auf uns Menschen, als seine Mutter. Wie von der Tarantel gestochen, rennt er ab und zu in kleinen Kreisen. Mama steht nur da und beobachtet uns. Nach diesem sehr schönen Erlebnis am Morgen starten wir in unseren Alltag. Die Fliegen sind heute schon früh sehr aktiv, was uns das Leben nicht gerade lei...

15.08., Samstag: Robin Falls - Rascheln im Laub

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Entgegen unserem festen Vorhaben kommen wir nicht so gut aus dem Bett. Nach dem Frühstück und dem Abwasch ist es bereits 8 Uhr. Bis 10 Uhr müssen wir den Platz verlassen haben. Unser Vorhaben erneut zum “Upper Pool” zu wandern und dort ganz allein zu sein, müssen wir wohl verschieben und zunächst auf die Day-Use-Area umparken. Alleine sind wir dann am Wasserfall bestimmt nicht mehr. Und das alles nur, weil wir mal wieder länger gedöst haben als gewollt. Gegen 9 Uhr starten wir vom Parkplatz außerhalb des Campgrounds. Der Pool ist bereits von zwei Familien besetzt und die Sonne steht deutlich schlechter als gestern Nachmittag, denn der Wasserfall liegt noch im Schatten. Besser wären wir doch gleich gestern baden gegangen. Dieses Mal haben wir wirklich alles falsch gemacht. Selbstmitleid bringt uns jetzt aber auch nicht weiter. Wir reißen uns zusammen und ignorieren die anderen Menschen, so gut es geht. Wir versuchen gegen den Strom bis direkt an den Wasserfall zu schwimmen, machen Ars...

14.08., Freitag: Leliyn Campground (Edith Falls) – 99% krokodilfrei = Good Enough

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Die vergangene Nacht haben wir hart für unseren Schlaf kämpfen müssen. Erst weit nach Mitternacht kühlte es etwas ab. Davor war es ein einziges Hin und Her. Kaum sitzen wir beim Frühstück, steigt das Thermometer auch bereits wieder. Wir erinnern uns daran, wie wir noch vor wenigen Wochen bitter gefroren haben und uns gewünscht haben, dass wir endlich das echte australische Klima erleben können. Bitte schön: Jetzt haben wir den Salat. Während wir den Abwasch erledigen, flitzt plötzlich ein Schatten durch das Gebüsch. Ein verirrtes Känguru hüpft leicht panisch über den Platz. Für einen kurzen Moment steht es nur wenige Meter von uns entfernt. Der Blick des Beuteltieres spricht Bände. Offensichtlich ist es auf dem Weg zum Brunch mit der Familie an einer Kreuzung falsch gehüpft und findet sich jetzt in dieser Hölle voller gaffender Menschen wieder. Schnell weg hier. Mit langen Sprüngen verschwindet es so schnell, wie es gekommen ist. Kurz darauf machen wir uns bereit für unsere Wanderung...

13.08., Donnerstag: Leliyn Campground (Edith Falls) - Another Day In Paradise

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Unser gemütliches Frühstück wird einzig durch den Gestank einer toten Kuh gestört. Falls wir diese bisher noch nicht erwähnt haben, ist es wohl jetzt an der Zeit. Bereits bei unserem zweiten Aufenthalt hier auf dem Gravel Pit bei Katherine, hat Cecil das arme Tier entdeckt. Gute 20m von unserem Stammplatz entfernt, liegt sie dort neben einem illegal entsorgten Kühlschrank. Wir haben keine Ahnung was passiert ist, aber dort liegt sie nun. Jeden Tag. Bei einer Affenhitze. Uns stört sie allerdings nur, wenn der Wind ungünstig steht. Und heute steht er äußerst ungünstig. Ein wenig davon angetrieben, sehen wir zu, schnell hier wegzukommen. Außerdem soll der Campingplatz an den “Edith Falls”, den wir heute anfahren, sehr beliebt sein. Da kommt man besser nicht zu spät. Wir wollen uns diese Option auf eine Dusche nur ungern entgehen lassen. Bevor es losgeht entscheiden wir aber, dass es Zeit ist Franz aufzugeben. Die Hitze und das viele Autofahren bekommt ihm nicht gut. Tschüss Franz :( Für k...

12.08., Mittwoch: Gravel Pit bei Katherine - Auftanken für das nächste Abenteuer

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Wir wollen endlich mal wieder ausschlafen. Alle anderen Camper um uns herum, haben aber ganz andere Pläne und legen fast ausnahmslos einen Frühstart hin. Da es gestern Abend so warm im Zelt war, haben wir seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder das Fenster an der Kopfseite vom Zelt offen. Genau in der Verlängerung liegt eine der zwei Zufahrtsstraßen des Platzes, über die jetzt alle rollen. Wir schaffen es uns davon nicht nerven zu lassen und stehen trotzdem ganz entspannt auf.   Wieder gehen unsere ersten Gedanken an den Kühlschrank. Erneut muss die Autobatterie herhalten, erneut prangen 24° auf der Anzeige. Nach einer guten Viertelstunde übernimmt zum Glück die Sonne wieder die Versorgung. Erstaunlicherweise scheinen alle Lebensmittel den gestrigen Tag und die folgende Nacht gut überstanden zu haben. Nur die Wurst braten wir sicherheitshalber ab, bevor sie auf dem Toast landet. Nach dem Essen gönnen wir uns eine weitere Tasse Tee bzw. Kaffee und lesen. Bevor wir uns auf dem Weg n...

11.08., Dienstag: Gravel Pit bei Katherine - Affenhitze im Nitmiluk NP

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Koby ist endlich wieder fit und wir sind bereit neue Abenteuer zu erleben. Unser heutiges Ziel ist der Nitmiluk National Park. Dieser ist berüchtigt wegen der oft extrem hohen Temperaturen, die dort tagsüber herrschen. Diesen Fakt haben wir zwar im Hinterkopf, lassen uns davon aber nicht stressen. Relativ gemütlich stehen wir auf und frühstücken. Erfreulicherweise sind wir trotzdem bereits gegen 9 Uhr unterwegs. Am Carpark angekommen, machen wir uns bereit für einen langen und heißen Wandertag. Uns kommt dabei zugute, dass im ganzen Park verteilt Wasserbehälter aufgestellt wurden, an denen man seine Vorräte auffüllen kann. Eine 1,5-Liter-Flasche sollte daher für uns beide ausreichend. Noch eine ordentliche Schicht Sonnencreme auftragen und die Kappies auf den Kopf. Dann kann es losgehen.     Der von uns ausgewählte Weg startet am Informations-Center. Unser erster Highlight wartet allerdings bereits davor auf uns. Ein kleines Känguru grast am Rand der Wiese vor dem Gebäude. Wen...

10.08., Montag: Gravel Pit bei Katherine - Kobys Wachstumsschub

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Es ist noch recht dunkel, als wir gegen 6 Uhr morgens unten stehen. Die Sonne blinzelt jedoch bereits am Horizont durch. Zunächst gilt es, das Zelt zu verstauen. Das geht heute erstaunlich schnell. Wir liegen daher gut in der Zeit und müssen uns keinen Stress machen beim Frühstück. Der kommt dann, nachdem wir es dann doch wieder etwas zu gemütlich haben angehen lassen. Aber wir sind gegen 8 Uhr unterwegs. Bis spätestens 9 Uhr sollen wir bei der Werkstatt aufschlagen. Alles noch im Rahmen. Auf halber Strecke nach Katherine springt unvermittelt die Motorhaube auf. Zum Glück geht sie nicht gleich komplett hoch, sondern hängt noch in der Raste, die man manuell öffnen muss, wenn man die Haube öffnen möchte. Cecil reduziert sofort das Tempo, doch passenderweise befinden wir uns auf einer Brücke und können daher nicht direkt links ranfahren. Kurz dahinter lässt Cecil die Haube betont doll ins Schloss fallen. Gestern, nachdem er das EGR-Ventil gewechselt hat, war er wohl etwas zu zaghaft. Aber...

09.08., Sonntag: Gravel Pit vor Katherine - Ein Ring, um sie auf ewig zu binden

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Wir werden heute leider nicht erneut von Kängurus in Empfang genommen. Das Wetter verspricht allerdings wieder herrlich zu werden und definitiv wird es ein heißer Tag. Das merkt man bereits jetzt, obwohl es erst halb acht ist. Bevor wir die Türen von Koby öffnen, folgt eine letzte Reinigungsaktion. Cecil versucht den hinteren Teil des Dachzelts mit Handfeger und Lappen zu säubern. Dort hat sich eine beträchtliche Menge des roten Staubs gesammelt und so ganz werden wir den wohl nie wieder los. Es ist eine Art Camouflage entstanden, aus dem grünen Zeltstoff und der roten Erden. Wir beide finden, dass das richtig cool aussieht und jedem sofort verrät: Die zwei waren schon im echten Outback; cool! Nach dem Frühstück müssen wir fluchtartig in den Schatten umziehen. In der Sonne spürt man förmlich, wie die Haut verbrennt. Cecil macht sich daran, das EGR-Ventil nach der ausgiebigen Reinigung wieder zu montieren. Ein kurzer Testlauf, doch die “Check Engine”-Lampe bleibt an. Ganz so leicht, wir...

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