29.07., Donnerstag: The Hallows - Planung der Rückreise
Heute gönnen wir es uns mal ein wenig länger zu schlafen. Und auch zum Frühstück gibt es besondere Leckereien. Zunächst braten wir uns Bacon zum Rührei. Immer eine ganz schöne Sauerei, aber halt auch super lecker. Danach gibt es Toast, welches wir ordentlich belegen und dann mit Käse überbacken. Nach diesem großartigen Frühstück gehen wir unsere Aufgaben für den heutigen Tag voller Tatendrang an.
Als erstes steht Wäsche waschen auf dem Programm. Die Maschine ist schnell befüllt und das Programm braucht gute 40 Minuten bis es durchgelaufen ist. Ohne es geplant zu haben, bleiben wir während der Wartezeit am Fernseher hängen. Olympia wird schon seit dem frühen Morgen übertragen. Derzeit wird Golf gezeigt. Eigentlich finden wir das beide nicht sehr spannend, aber ehe wir uns versehen sind die 40 Minuten schon rum. Ausgerechnet in diesem Moment beginnt der BMX-Wettbewerb. Sofort fesselt uns das actionreiche Geschehen. Nach einiger Zeit können wir uns aber zusammenreißen und machen uns auf den Weg zur Waschküche. Nach unseren Uhren sollte die Maschine schon seit zwanzig Minuten durchgelaufen sein, aber sie ist noch freudig am Schleudern, als wir eintreffen. Das Display zeigt noch eine Minute an. Am Ende braucht das Gerät noch mindestens fünf, bis sie unsere Wäsche endlich freigibt. Immerhin scheint alles sauber zu sein. Direkt vor unserem Apartment steht eine Wäschespinne, auf der wir alle Kleidungsstücke aufhängen können. Damit haben wir uns eine weitere kurze Auszeit verdient, denken wir. Also schauen wir nochmal bei Olympia rein. Außerdem signalisieren unsere Körper, dass sie auch nichts gegen ein frühes Mittagessen hätten. Darum kümmern wir uns als nächstes.
Den Teig, den wir normalerweise für unser Stockbrot anrühren, verarbeiten wir heute zu kleinen Pizzen. Nachdem wir dünne Teigfladen ausgerollt haben, braten wir diese in einer Pfanne kross an. Anschließend bestreichen wir sie mit Aioli und Ketchup. Zum Belegen stehen, ganz klassisch, Salami und Mozzarella zur Verfügung. Zu guter Letzt nutzen wir die Mikrowelle zum Überbacken. Das funktioniert recht gut und die Pizzen schmecken wirklich lecker. Allerdings haben die kleinen Dinger bei weitem nicht gereicht, um unseren Hunger zu stillen. Wir wollen uns daher noch einen Shake aus Waldbeeren machen. Die haben wir tiefgefroren gekauft und in der Gemeinschaftsküche eingelagert. Cecil erklärt sich bereit, sie zu holen.
In der Küche angekommen, staunt er nicht schlecht. Die Türen des Kühlschrank und des Tiefkühler stehen weit geöffnet. Beide Geräte scheinen ausgestellt zu sein und sind komplett leer. Auch der Rest der Küche ist komplett ausgeräumt worden. Cecil kann keinerlei Hinweise finden, wo unsere Lebensmittel geblieben sind. Denn nicht nur die Beeren hatten wir hier eingelagert. Unter anderen auch eine Viererpackung unseres Lieblingseises. Es wäre ein starkes Stück, wenn das alles weg wäre. Aber so richtig möchte Cecil daran noch nicht glauben. Die Suche beginnt.
Auf gut Glück wandert Cecil los. Vorbei an der Rezeption und weiter durch die engen Gänge des Hotels. Er schätzt, dass es mehr als nur eine Küche in dem Gebäude gibt. Tatsächlich findet er wenig später eine weitere und im Tiefkühlfach liegt unsere Tüte. Alles ist wieder gut. Ein weiterer Gast des Hotels betritt die Küche, während Cecil versucht die Beeren aus dem Plastikbeutel zu fischen. Es entsteht ein kurzer Smalltalk zwischen Cecil und der Frau. Die ist im ersten Moment ziemlich überrascht, auf einen anderen Menschen zu treffen, so scheint es. Wahrscheinlich hatte sie die kleine Küche bisher für sich alleine. Wenn man sich so umschaut, wirkt es zumindest ein wenig so. Überall liegen Lebensmittel und schmutziges Geschirr herum. Ein gigantischer Reiskocher, mit ihrem Nachnamen markiert, so vermutet Cecil, nimmt gut die Hälfte der Arbeitsfläche ein. Da können wir doch froh sein, dass wir unsere eigene Kochgelegenheit haben. Hier wird es zu den Stoßzeiten sicherlich unangenehm eng. Endlich wieder zurück im Zimmer bereiten wir unseren Shake zu. Die Beeren mischt Sarah mit Banane und füllt das Ganze mit Mandelmilch auf. Für das gewisse Etwas kommt eine Prise Zimt dazu. Eine wirklich schöne Sache.
Frisch gestärkt widmen wir uns jetzt wieder unseren Aufgaben. Wir müssen noch das ein oder andere bezüglich unserer Rückreise klären. Als erstes checken wir nochmal die Lage bezüglich des benötigten PCR-Tests. Nachdem wir uns durch etliche Websites gekämpft haben, kommen wir zu dem Schluss, dass wir bei der Teststation am Flughafen keinen Termin buchen können. Besser also wir sind rechtzeitig vor Ort. Daher wollen wir gleich im Anschluss den Transfer von Bathurst nach Sydney in trockene Tücher bringen.
Da wir die Tickets bereits am 19.05. gekauft haben, schaut Sarah sicherheitshalber noch einmal nach den genauen Daten. Außerdem gab es zwischenzeitlich schon eine kleine Änderung der Flugzeiten. Genau diese Änderung sorgt jetzt dafür, dass in der App von Qatar Airways alles drunter und drüber läuft. Wir blicken zumindest nicht mehr durch. Wenn wir die Flugnummer auf der Website eingeben, werden uns keine Ergebnisse angezeigt. Es dauert eine ganze Weile und zerrt ordentlich an den Nerven, bis wir den Fehler finden. Wir müssen die Änderung unseres Flugs, über die wir am 29.05. informiert wurden, zunächst per Knopfdruck bestätigen. Danach wird die Angelegenheit deutlich klarer und wir können endlich eine Transportmöglichkeit nach Sydney heraussuchen. Schnell ist eine Verbindung mit Bus und Bahn gefunden und die entsprechenden Tickets gebucht. Damit hätten wir dieses leidige Thema auch erledigt.
Als nächstes will der Abwasch erledigt werden. In unserer winzigen Spüle ist das fast anstrengender als früher in unserer Camperküche. Nachdem es geschafft ist, macht sich Sarah bereit für ihr heutiges Workout. Cecil hakt derweil ein paar Kleinigkeiten auf seiner Liste ab. Er bearbeitet Videos für den Blog, macht eine Maniküre, blättert Zeitschriften nach interessanten Rezepten durch und nebenbei läuft natürlich Olympia. Während Sarah unter der Dusche steht, nimmt er dann die Wäsche ab. Gemeinsam legen wir diese anschließend zusammen. Bevor wir uns dem Abendessen zuwenden, schreibt Cecil noch die Stichpunkte von heute und Sarah postet.
Heute gibt es die letzten Portionen Hähnchen mit Gemüse in Honig-Senf-Sauce. Auch am dritten Tag schmeckt es uns noch. Danach springt Cecil schnell unter die Dusche und zieht sich anschließend in den Gemeinschaftsraum des Hotels zurück. Er hat sich zu 18:30 Uhr mit seinen Eltern zum Telefonieren verabredet und möchte Sarah nicht damit belästigen. Abgesehen von einem betrunkenem Hotelgast, dem er zweimal die Tür öffnet, da der Mann selbst es mit seiner Zutrittskarte nicht hinkriegt, kann er ein ungestörtes Telefonat führen. Sarah nutzt die Zeit ausgewählte Rezepte aus den Zeitschriften zu fotografieren. Anschließend können diese entsorgt werden. Wieder etwas geschafft.
Um halb acht ist Cecil zurück im Zimmer. Wir schauen gemeinsam Football und hängen ein wenig an unseren Handys. Bis 23:15 Uhr lassen wir uns auf diese Art berieseln. Dann kann sich Cecil noch einmal aufraffen. Erst schreibt er die Stichpunkte weiter und nimmt sich anschließend den nächsten Eintrag im Tagebuch vor. Dabei vergisst er völlig die Zeit. Sarah hat um kurz nach Mitternacht ihr Licht ausgemacht. Jetzt ist es bereits fast zwei Uhr in der Nacht. Trotzdem ist Cecil noch nicht müde. Er schaut die zweite Hälfte des Films, den er gestern angefangen hatte. Danach geht es aber auch für ihn ab ins Bett.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen